Lexikon Schulter: Alles, was Sie rund um die Begriffe der Schulter wissen wollen

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Lexikon Schulter:




An dieser Stelle finden Sie ein Lexikon zahlreicher Begriffe rund um die Schulter. Die Erklärung des "Fachchinesisch" soll es Ihnen erleichtern, Arztbriefe besser zu verstehen, Ihrem Behandler Ihre Probleme näher zubringen, uvm. Viel Spass !


A:


Abbot Test: Klinischer Untersuchungstest an der Schulter, um krankhafte Zustände an der langen Bizepssehnen zu diagnostizieren.

Abduktion: Abspreizung ( des Armes in der Schulter ).

Abduktionskissen: Abspreizkissen zur Lagerung des operierten Armes, z.B. nach Nähten der Rotatorenmanschette, Schulterprotheseneinbau oder Schulterstabilisierungen.

ABHAGL: Bedeutet "knöcherne vordere HAGL Läsion". Bedeutsamer Schaden bei Schulterinstabilitäten. Siehe auch, weiter unten: HAGL Läsion.

Abrasionsarthroplastik: endoskopische Knorpelglättung eines abgeriebenen Knorpels an Oberarmkopf oder Schulterpfanne bei Verschleiss des Schultergelenkes.

Abrasionszeichen: Auch " Abrasion Zeichen " oder " abrasion sign " genannt. Klinischer Untersuchungsbefund, der auf einen Rotatorenmanschettenriss hinweist.

Abrissfraktur: Knochenbruch, z.B. am Oberarmkopf, als Abrissfraktur des Tuberkulum majus ( grosser Rollhügel )

Abrissverletzung: Siehe -> "Bankart Läsion"

AC: Abkürzung für " Akromioplastik " ( OP Verfahren ) oder " acromioclavikular " ( am Schultereckgelenk gelegen )

ACG: Abkürzung für -> Akromioclavikulargelenk = Schultereckgelenk, siehe -> " AC- Gelenk "

ACG-Arthrose: Verschleiss am Schultereckgelenk.

ACG Gelenk: Abkürzung für: AC-Gelenk = Schultereckgelenk, also dem Schulternebengelenk zwischen dem knöchernen Schulterdach ( Akromion ) und dem äusseren Schlüsselbeinende ( Clavikula ). Siehe auch: AC Gelenk.

ACG-Kapselreaktion: Signalveränderung am Schultereckgelenk bei der Kernspintomographie der Schulter.

ACG -Resektion: operative Entfernung am äusseren Schlüsselbeinende zur Beseitigung eines Verschleisses am Schultereckgelenk.

ACG-Zerrung: Zerrung des Schultereckgelenkes, z.B. nach Sturz auf die Schulter.

AC Gelenk: Schultereckgelenk. Es wird vom äusseren Schlüsselbeinende und dem inneren Anteil des Schulterdaches gebildet. Hier findet sich sehr häufig ein Verschleiss.

AC-Gelenkserweiterung: Operatives Abtragen von Verschleiss am äusseren Schlüsselbeinende. Siehe auch "laterale Clavikularesektion"

AC-Gelenksarthrose: Verschleiss am Schultereckgelenk.

AC-Gelenkdegeneration: Siehe " AC-Gelenkarthrose "

AC-Gelenkhypertrophie: Beschreibung für eine Auftreibung des Schultereckgelenkes auf Röntgen- oder Kernspintomographiebildern, meistens im Rahmen eines Verschleisses am Schultereckgelenk.

AC-Gelenklavage: Spülung und Gelenktoilette des Schultereckgelenkes bei Verschleiss.

AC-Gelenkreizung: Reizzustand am Schultereckgelenk.

AC-Gelenkspalt: Gelenkspalt des Schultereckgelenkes, zwischen äusserem Schlüsselbeinende und knöchernem Schulterdach.

AC Gelenksplastik: Endoskopisches oder offenes Abtragen eines Verschleisses am äusseren Schlüsselbeinende.

ACG Resektion: Entfernung des äusseren Schlüsselbeinendes am Schultereckgelenk ( sog. AC Gelenk ) zwecks Abtragen von Verschleiss, meist arthroskopisch durchgeführt.

ACG-Revision: Nachabtragung von Knochen am Schultereckgelenk, bei voroperiertem Verschleiss am Schultereckgelenk.

ACG-Teilresektion: Anderer Begriff für "laterale Clavikularesektion". Dem Abtragen von Verschleiss am äusseren Schlüsselbeinende bei Verschleiss am Schultereckgelenk.

AC Sprengung: Siehe "Schultereckgelenksprengung"

Acromion: knöcherne Schulterhöhe bzw. Schulterdach.

Acromiondach: Schulterdach

Acromionicer: siehe: Akromionizer

Acromioclavikulargelenk: Schultereckgelenk, siehe auch -> "Akromioklavikulargelenk"

acomiohumerale Distanz: Höhe des Tunnels unter dem Schulterdach. Mehr ...

Acromionkranzosteophyt: Sporn am Schulterdach, welcher den Tunnel unter dem Schulterdach einengt und ein sog. Impingement verursachen kann.

ACP: Abkürzung für "autologe Chondrozytentransplantation". Ein Therapieverfahren zur Behandlung von Knorpeldefekten an der Schulter.

Adduktion: Anspreizung ( des Armes in der Schulter )

Adhäsiolyse: Operatives Abtragen von Verklebungen im Schultergelenk - mit dem Ziel die Schulter bei einer Schultersteife wieder beweglicher zu machen.

Adhäsionen: Verklebungen ( in der Schulter )

adhäsive Capsulitis: Schultersteife

Adhäsive Entzündung der Schultergelenkkapsel: siehe -> Schultersteife.

Adhäsive Kapselfibrose: Sie "adhäsive Kapselsteife" bzw. Schultersteife.

Adhäsive Kapselsteife: Eine Einsteifung des Schultergelenkes aus verschiedenen Gründen. Ausführliche Informationen erhalten Sie zur Schultersteife hier.

Adhäsive Kapsulitis: Schultersteife. Weiteres dazu hier.

Aequalis reversed: inverses Schulterprothesensystem, welches bei einer Kombination von Schulterverschleiss mit Defekt in der Rotatorenmanschette z.B. implantiert wird.

Affinis Inverse: inverses Schulterprothesensystem, d.h. künstliches Schultergelenk, z.B. zur Versorgung eines fortgeschrittenen Verschleisses in Verbindung mit einem Sehnendefekt.

AHAGL: Bedeutet " anteriore ( vordere ) HAGL Läsion -> siehe auch, unten: HAGL Läsion. Bedeutsamer Schaden bei Schulterinstabilitäten.

akromiale Formvariante: Ausformung des Schulterdaches: gerade - gebogen - spornförmig. Wichtig beim Impingement der Schulter.

acromioclavikular: das Schulterdach ( Akromion ) und Schlüsselbein ( Clavikula ) betreffend.

akromioclavikuläre Bänder: Bänder, welche das äussere Schlüsselbeinende mit dem Schulterdach verbinden und das Schultereckgelenk stabilisieren. Sie können bei der Schultereckgelenksprengung überdehnen oder zerreissen.

Akromioclavikulargelenk: Siehe AC Gelenk.

Akromioclavikulargelenksprengung: Siehe "Schultereckgelenksprengung"

akromiohumerale Distanz: Abstand zwischen Oberarmkopf und knöchernem Schulterdach. Diese Distanz beschreibt die Höhe des Tunnels unter dem Schulterdach. Wichtig ist er zur Einschätzung, ob ggf. ein Impingement vorliegt.

acromiohumeraler Abstand: Siehe -> " akromiohumeraler Abstand "

akromiohumeraler Abstand: Abstand zwischen Oberarmkopf und knöchernem Schulterdach. Diese Distanz beschreibt die Höhe des Tunnels unter dem Schulterdach. Wichtig ist er zur Einschätzung, ob ggf. ein Impingement vorliegt.

Akromioklavikulararthrose: Verschleiss am Schultereckgelenk.

Akromioklavikulargelenk: Siehe -> " Acromioclavikulargelenk ". Mehr erfahren Sie hier.

Akromion: dt: Schulterhöhe. Knöcherne Ausziehung des Schulterblattes, welche den Oberarmkopf knöchern überdacht. .

Akromionanstieg: Neigewinkel des Schulterdaches bei seitlicher Betrachtung im Röntgen, CT oder Kernspintomogramm der Schulter. Die Neigung / Anstieg kann im Bezug zum Impingement der Schulter stehen.

Akromioneck: Seitliche Kante / Ecke des knöchernen Schulterdaches.

Akromionizer: Endoskopieinstrument. Walzenförmige Miniaturfräse mit der man Knochen am Schulterdach abträgt und glättet.

Akromionkante: Knöcherne Ecke des Schulterdaches. Weiteres zum Aufbau der Schulter erfahren Sie hier.

Akromionrand: Siehe -> "Akromionkante"

Akromionresektion: Entfernung von Knochen am knöchernen Schulterdach, meist aus therapeutischen Gründen in Form einer Akromioplastik.

Akromionsporn: spornartige Verkrümmung des Schulterdaches, welche zum Impingement mit Schulterschmerzen führt.

Akromioplastik: Abtragung von Knochen am Schulterdach.

Akromionunterfläche: Unterseite des knöchernen Schulterdaches.

Akromionunterrand: Unterrand es knöchernen Schulterdaches.

Aktiver Kompressionstest: Siehe: O´Brien Test. Test zur Untersuchung auf Erkrankungen des Schultereckgelenkes und hinsichtlich SLAP Läsionen.

aktivierte ACG-Arthrose: schmerzhafter Verschleiss am Schultereckgelenk.

Alloarthroplastik: Künstlicher Gelenkersatz. Mehr lesen Sie hier.

ALPSA Läsion: endoskopisch sichtbarer alter Schaden an der Knorpellippe bei Instabilitäten. Die Knorpellippe ist nach innen umgeschlagen und zurückgezogen.

AMBRII Läsion: englischsprachige Abkürzung für: " atraumatic, multidirectional, bilateral, rehabilitation, inferior capsular shift, rotator intervall closure". Bedeutet: eine nicht traumatische, anlagebedingte Instabilität der Schulter in mehreren Richtungen. Sie wird i.d. Regel durch Rehabilitation konservativ behandelt, ansonsten mittels einer unteren operativen Kapselraffung und Verschluss der geweiteten Kapsel vorne.

amorphe Verkalkungen: Siehe -> " Tendinosis calcarea "

Analgetika: Schmerzmittel, z.B. zur Behandlung von Schulterschmerzen.

analgetische Medikation: Schmerzmittel zur Behandlung von Erkrankungen der Schulter ( oder anderen Leiden ).

Andrews Läsion: Ablösung der vorderen Knorpellippe an der Schulter bei Überkopfsportarten, wie z.B. dem Baseball. Siehe auch : SLAP Läsionen.

Ansatztendinose: Sehnenreizzustand im Bereich des Ansatzgebietes ( am Knochen ) dieser Sehne, z.B. am Supraspinatusmuskel der Schulter beim Impingement.

anterior: Bedeutet "vorne", z.B. spricht von von einer anterioren Schulterinstabilität, wenn man eine Schulterinstabilität in die vordere Richtung meint. Siehe auch: "ventral".

anteriore Schulterluxation: Auskugelung der Schulter / des Oberarmkopfes nach vorne aus dem Schultergelenk heraus. Mehr erfahren Sie hier.

anterolateral: " vorne aussen "

anterosuperior: " vorne oben gelegen ". Das wird z.B. zur Bezeichnung der Lage von Rotatorenmanschettenrissen verwandt.

anterosuperiorer Rotatorenmanschettendefekt: Sehnendefekt / -riss vorne oben an der Schulter und unter Beteiligung z.B. vom Subscapularis- und Supraspinatusmuskel, ggf auch der langen Bizessehne.

Anteversion: Vorwärtsführen des Armes in der Schulter - auch Flexion oder Beugung genannt.

Antiphlogistika: siehe NSAR, sog. Entzündungshemmer. Am bekanntesten sind Substanzen wie Diclofenac oder Ibuprofen. Man verwendet sie zur Behandlung von Entzündungszuständen an der Schulter in Form von Salben oder Tabletten.

antiphlogistische Medikation: Siehe auch unter "Antiphlogistika". Entzündungshemmer zur Behandlung von Schultererkrankungen.

APIT Läsion: Englische Abkürzung für " anteroposterior instability in the throwing athlete ". Gemeint ist eine Instabilität beim Wurfsportler, welche aus einem kombinierten Schaden des Rotatorenintervalls mit einem Schaden an der Sehne des Infraspinatusmuskels einhergeht.

apical: Oben liegend. Z.B. "im apicalen Humeruskopf", dh. in den oberen Anteilen des Oberarmkopfes gelegen.

apikal: Siehe -> " apical "

APCL: Abkürzung für "arthroskopisch pankapsuläre Plicatur". Ein endoskopisches Operationsverfahren, welches zur Stabilisierung multidirektionaler Schulterinstabilitäten verwandt wird.

Apprehensiontest: Klinisches Untersuchungsverfahren zur Feststellung einer instabilen Schulter.

ARAC: Abkürzung für: "arthroskopische Resektion des AC ( Schultereck-) Gelenkes".

Armplexusläsion: Schaden am Nervengeflecht des Armes.

Artefakt: Bedeutet soviel wie "Kunstprodukt". Ein Befund wird durch äussere oder innere Einwirkung verfälscht. Beispiel: Ein Rotatorenmanschettenriss wurde genäht und zur Naht wurden Nahtanker verwandt. Eine anschliessende Kontrolle der Einheilung dieser Sehne, z.B. im Kernspintomogramm, ist deutlich erschwert, weil die Signale dieses Ankermateriales eine vernünftige Beurteilung der Sehneneinheilung nicht möglich machen.

Arthrocare Resektor: Elektrode / arthroskopisches Operatiosninstrument, welches zum Abtragen von Gewebe an der Schulter, z.B. im Tunnel unter dem Schulterdach bei der Akromioplastik oder unterstützend zur Rekonstruktion von Defekten der Rotatorenmanschette eingesetzt wird.

Arthro CT: Computertomogramm, welches mit der Gabe von Kontrastmitteln ins Schultergelenk kombiniert wird. Man wendet das z.B. bei der Diagnostik von Schulterinstabilitäten an.

Arthrodese: operative Versteifung eines Gelenkes

Arthrofibrose: Verklebungen im Gelenk, z.B. im Schulterhauptgelenk.

Arthrolyse: Operative Lösung von Verklebungen in einem Gelenk, z.B. der Schulter bei einer Schultersteife.

Arthro MRT: Kernspintomographie, welche mit der Gabe von Kontrastmittel , wie z.B. Gadolinium, durchgeführt wird. Die Kontrastmittelgabe erleichtert das Erkennen von z.B. SLAP Läsionen oder Schulterinstabilitäten.

Arthrose: Gelenkverschleiss ( in der Schulter )

Arthroskopie: Die Spiegelung eines ( Schulter ) Gelenkes. Mittels spezieller Kameras blickt man durch das Schlüsselloch in die Schulter hinein und kann das Bild des Schulterinnenraumes am Fernseher betrachten. Operative Eingriffe können mittels spezieller Instrumente vorgenommen werden. Im Videobereich können Sie sich eine Schulterarthroskopie und endoskopische Operationen an der Schulter ansehen.

Arthroskopieoptik: Kamerasystem zum endoskopischen Betrachten des Schultergelenkes durch das Schlüsselloch. Weiteres dazu lesen Sie hier.

arthroskopische Bicepssehnentenotomie: Durchtrennung der Bicepssehne in Schlüssellochtechnik, z.B. bei grossen Defekten der Rotatorenmanschette.

arthroskopisches Debridement: endoskopisches Abtragen von Verklebungen, Entzündungen und Verwachsungen im Tunnel unter dem Schulterdach inklusive Glättung eines Risses der Rotatorenmanschette. Arthroskopisches Verfahren für grosse Defekte der Rotatorenmanschette.

arthroskopische Dekompression: Anderer Begriff für eine "Akromioplastik". Eine endoskopische Operation bei der man ein Impingementsyndrom beseitigt.

arthroskopische Operation: Operation an einem Gelenk, z.B. an der Schulter, durch´s Schlüsselloch, d.h. über kleine Schnitte.

arthrotisch: bedeutet: " verschlissen ". Weiteres zum Schulterverschleiss hier.

Articula Inverse: inverses Schulterprothesensystem, d.h. künstliches Schultergelenk, z.B. zur Versorgung eines fortgeschrittenen Verschleisses in Verbindung mit einem Sehnendefekt.

Artikulation: Bewegung, z.B. des Oberarmkopfes im Schulterhauptgelenk.

artikuliert: "bewegt sich"; z.B. der Oberarmkopf in der Schulterpfanne.

Ascend: Kurzschaftschulterprothesensystem. Weiteres zu Schulterprothesen erfahren Sie hier.

Ascend Flex: konvertibles Schulterprothesensystem, welches den Einbau als konventionelle Kurzschaftprothese und als inverse Prothese zulässt.

ASD: Arthroskopisch subakromiale Dekompression. Operation, die beim Impingementsyndrom durchgeführt wird.

ASES Score: "American Shoulder and Elbow Surgeon Score". Bewertungssystem amerikanischer Schulter- und Ellenbogenchirurgen für die Funktion der Schulter.

ASK: Abkürzung für -> " Arthroskopie".

ASTE: Physiotherapeutische / krankengymnastische Abkürzung für "Ausgangsstellung"

Atraumatische Schulterinstabilität: Schulterinstabilität, welche durch anlagebedingte Faktoren, ohne Unfall oder Sturz, z.B. auf dem Boden zu weicher / elastischer Kapseln und Bändern entsteht.

Atrophie: Verschmächtigung, z.B. der Supraspinatussehne bei Rissen / Defekten der Rotatorenmanschette.

atrophiert: bedeutet "verschmächtigt / ausgedünnt", z.B. die Muskulatur an der Schulter beim Rotatorenmanschettenriss.

Aussenrotationsorthese: Schiene zur Ruhigstellung und nichtoperativen behandlung des Armes nach Schulterluxationen. Der Arm wird in Aussendrehung ruhiggestellt. Man will mit diesem Konzept die Entwicklung von Schulterinstabilitäten verhindert.

Axilla: Achselhöhle

axillärer Gelenkrezessus: gelenkseitige Achselhöhle

axillärer Recessus: Achselhöhle.



B:


Bankart Fraktur / Bankartfraktur: Knöcherner Abbruch der vorderen unteren Schulterpfanne, welcher zu einer Schulterinstabilität führt. mehr dazu erfahren Sie hier.

Bankart Läsion: Riss der Knorpellippe am vorderen unteren Schulterpfannenrand. Sie tritt regelmässig bei Schulterausrenkungen auf. Weiteres zur Bankart Läsion erfahren Sie hier.

Bankartläsion: siehe -> " Bankart Läsion " oder ausführlicher hier.

Bankart Repair: arthroskopische oder offene Operationstechnik zur Behandlung von Schulterinstabilitäten oder ausgerenkten Schultern.

Bateman Klassifikation: Einteilung der Defektgrösse von Rotatorenmanschettenrissen.

Beach-Chair-Lage: Siehe -> Beach Chair Position

Beachchair Lagerung: Liegstuhlposition, Operationslagerung, z.B. zur Durchführung einer Schulterarthroskopie.

Beach Chair Position: engl.="Liegestuhlposition". Typische Lagerung in der man Schultern operiert und Schulterarthroskopien durchführt.

Bear Hug Test: Klinischer Untersuchungstest zur Feststellung von Rissen des Subscapularismuskels.

Bear Hug Zeichen: Siehe -> Bear Hug Test

Begleitbursitis: Schleimbeutelentzündung als Begleiterscheinung, z.B. beim Impingement der Schulter.

Belly Off Zeichen: Untersuchungsverfahren für Subscapularisrisse.

Belly Press Test: Untersuchungstest für Subscapularisrisse und krankhafte Zustände am Subscapularismuskel / - sehne.

Biopsie: operative Entnahme einer Gewebeprobe ( z.B. zur Abklärung unklarer Raumforderungen an der Schulter )

bipolare Schulterprothese: Künstliches Schultergelenk mit doppelt gelagertem Kopf zur Versorgung eines Schulterverschleisses, der mit einem grösseren Defekt in der Rotatorenmanschette verbunden ist. Über die bipolare Schulterprothese erfahren Sie hier mehr.

Bicepssehnenanker: Siehe Bizepssehnenanker.

bicipitolabraler Anker: Ansatzzone der langen Bizepssehne am oberen Pol der knöchernen Schulterpfanne, z.B. der Entstehungsort von sog. SLAP Läsionen.

Bigliani Klassifikation: veraltete Einteilung für das Ausmaß der Krümmung des Schulterdaches beim sog. Impingementsyndrom.

BioPushLock Anker: Fixationssystem zur arthroskopischen Naht von Rissen der Knorpellippe bei Schulterausrenkungen.

Bipod Fixation: OP Stabilisierungstechnik für Sprengungen des Schultereckgelenkes.

Bizepsanker: Siehe Bizepssehnenanker.

Bizepssehnenanker: Ansatzzone der langen Bizepssehne im Schulterhauptgelenk, und zwar am oberen knöchernen Schulterpfannenrand ( wo sich z.B. die sog. SLAP Läsionen befinden ).

Bicepssehnentenotomie: siehe -> Bizepssehnentenotomie

bicipitolabraler Anker: Abgang der langen Bizepssehne an ihrem Ursprung in Höhe des oberen Schulterpfannenrandes.

Biofastakanker: Nahtanker zur operativen Stabilisierung von instabilen Schulter,

Bizepsinstabilität: Instabilität der langen Bizepssehne.

Bizepskopf: Siehe -> " Bizepsanker "

Bizepspulley: Siehe Pulley

Bizepssehne: Sehne des Bizepsmuskels, welche vom oberen Schulterpfannenrand entspringt bzw. mit einem zweiten Ansatz vom Coracoid ( Rabenschnabelfortsatz ). Die lange Bizepsssehne ist manchmal von Rissen oder Entzündungen betroffen.

Bizepssehnenluxation: Ausrenkung der langen Bizepssehne aus ihrer knöchernen Gleitrinne, z.B. infolge eines Unfalls oder ausgeprägterem Verschleiss an der Rotatorenmanschette.

Bizepssehnenanker: Ansatzpunkt der langen Bizepssehne am Oberrand der knöchernen Schulterpfanne. Ein Ort an dem man manchmal Verletzungen wie SLAP Läsionen findet.

Bizepssehnenruptur: Riss der langen Bizepssehne. In der Regel wird darunter ein körpernaher Riss der langen Bizepssehne verstanden. Es gibt auch körperferne Bizepsrisse in Höhe des Ellenbogens.

Bizepssehnenscheide: Gleithülle, welche die lange Bizepssehne umgibt. Sie kann bei Rissen der Bizepssehne zerstört werden, in ihr findet sich eine Flüssigkeitsansammlung, wenn Risse in der Rotatorenmanschette vorhanden sind.

Bizepssehentendinits: Entzündung der langen Bizessehne. Weiteres dazu hier.

Bizepssehnentenodese: Versatz und Fixierung der langen Bizepssehne von ihrem Ursprungsort am oberen knöchernen Schulterpfannenrand in die knöcherne Gleitrinne. OP Verfahren, das man z.B. bei Ausrenkungen der langen Bizepssehne oder Rissen der Rotatorenmanschette anwendet. Weiteres zur Bizepstenodese erfahren Sie hier.

Bizepssehnentenotomie: Operative Durchtrennung der langen Bizepssehne zur Schmerzbefreiuung, meist arthroskopisch durchgeführt und eingesetzt bei grossen Rissen der Rotatorenmanschette.

Bizepssulcus: knöcherne Gleit- und Führungsrinne für die lange Bizepssehne an der Vorderseite des Oberarmkopfes.

Bizepstenodese: operativer Versatz der langen Bizepssehne von ihrem Ursprungsort am oberen Schulterpfannenrand zum Abgangsbereich der knöchernen Bizepsrinne. Derart wird der Tunnel unter dem Schulterdach, z.B. bei grösseren Defekten der Rotatorenmanschette entlastet / schmerzfrei. Weiteres zur Bizepstenodese erfahren Sie hier.

Bizepstenotomie: Durchtrennung der langen Bizepssehne zu therapeutischen Zwecken ( Schmerzbefreiung ) im Rahmen von Rekonstruktionen der Rotatorenmanschette.

Bone Bruise: Englischer Begriff für " Knochenquetschung ". Man erkennt es im Kernspintomogramm. Weiteres zum Bone bruise können Sie hier nachlesen.

Brachioradialis: Muskel an der Vorderseite des Oberarmes, welcher für die Beugung zuständig ist.

Bridenbildung: Ausbildung von Verklebungen im Schultergelenk, welches u.U. zu einer Schultersteife /Bewegungseinschränkung in der Schulter führen kann.

Bridenlösung: Meist arthroskopische Beseitigung von Verklebungen im Schultergelenk, z.B. nach Voroperationen oder Infektionen der Schulter.

Bridenresektion: Entfernung von Verwachsungen.

bridige Verwachsungen: narbige Verwachsungen, z.B. Im Schulterhauptgelenk oder Tunnel unter dem Schulterdach.

Brisement ( force ): Narkosemobilisation. Verfahren bei dem in Narkose der betroffene Arm und Schulter passiv, zwecks Beseitigung einer Schultersteife, durchbewegt werden.

Brisement modere: Beweglichmachen der Schulter in Narkose, sog. Narkosemobilisation.

Bump: Knöcherner Wall, z.B. am Oberarmkopf, der bei Verschleiss der Schulter zu beobachten ist und manchmal eine arthroskopische oder offen Gelenktoilette der Schulter notwendig macht.

Bursa: Schleimbeutel, z.B. unter dem Schulterdach.

Bursae: Schleimbeutel ( mehrere ), Mehrzahl von Bursa

Bursaloge: Bereich des Schleimbeutels ( z.B. unter dem Schulterdach )

bursaseitig: Zum Schleimbeutel hin bzw. auf dessen Seite.

Bursaresektion: Operatives Abtragen des Schleimbeutels unter dem Schulterdach, z.B. beim Impingement, wenn der Schleimbeutel ( Bursa ) entzündet ist.

bursaseitige Partialruptur: Teilriss an der Oberfläche der Rotatorenmanschette, und zwar auf der Seite des Schleimbeutels, also unter dem Schulterdach gelegen.

Bursa subacromialis: Schleimbeutel unter dem Schulterdach

Bursa subacromiale: Siehe -> " Bursa subacromialis "

Bursa subakromialis: Schleimbeutel zwischen Schulterdach ( Akromion ) und Rotatorenmanschette. Häufiger Ort von Entzündungen und damit einhergehenden Schmerzen an der Schulter.

Bursa subacromialis subdeltoidea: die verbundenen Schleimbeutel unter dem Schulterdach und Deltamuskel.

Bursa subcoracoidalis: siehe -> Bursa subcoracoidea "

Bursa subcoracoidea: Schleimbeutel unter dem Rabenschnabelfortsatz ( Coracoid ).

Bursa subdeltoidea: Schleimbeutel, welcher unter dem Deltamuskel liegt.

Bursa subdeltoidealis: Schleimbeutel unter dem Deltamuskel. Siehe auch -> Bursa subdeltoidea.

Bursa subkorakoidea: Schleimbeutel unter dem Rabenschnabelfortsatz ( Coracoid ).

Bursa subscapularis: Schleimbeutel an der Vorderseite der Schulter, vor dem Subscapularismuskel gelegen.

Bursektomie: Operative - meist endoskopische - Schleimbeutelentfernung ( z. B. an der Schulter ). Sie findet z.B. u.a. Anwendung bei der operativen Behandlung von Impingementsyndromen oder endoskopisch operativen Kalkdepotentfernung.

Bursitis: Schleimbeutelentzündung. An der Schulter in der Regel als Bursitis subakromialis, das bedeutet der Schleimbeutel zwischen Schulterdach und Oberarmkopf ist entzündet und verursacht eine Einklemmung, d.h. Impingement.

Bursitis calcarea: Kalkdepot an der Schulter, entweder in der Sehne gelegen oder im Schleimbeutel unter dem Schulterdach.

bursitische Auffaserungen: Gewebezerfransungen, fast immer bedeutungslos, im Schleimbeutel unter dem Schulterdach.

Bursitis kalkarea: Siehe " Bursitis calcarea ", Kalkschulter.

Bursitis subacromialis: Entzündeter Schleimbeutel unter dem Schulterdach beim Impingementsyndrom. Er heilt manchmal durch nicht operative Therapie aus oder wird endoskopisch operativ entfernt.

Bursitis subacromialis sudeltoidea: kombinierte Schleimbeutelentzündung unter dem Schulterdach und unter dem Deltamuskel.

Bursitis subakromialis: Siehe Bursitis subacromialis

Bursitis subacromiales: siehe "Bursitis subacromialis"

Bursitis subcoracoidalis: Schleimbeutelentzündung unter dem Rabenschnabelfortsatz ( Coracoid ). Meistens als Signalerhöhung / helle Zone im Kernspintomogramm der Schulter sichtbar.

Bursitis subdeltoidea: Entzündung des Schleimbeutels unter dem Deltamuskel.

Bursoskopie: Spiegelung des Schleimbeutels unter dem Schulterdach. Die Bursoskopie wird bei der Spiegelung der Schulter fast immer mit durchgeführt.



C:


CA Ligament: coracoakromiales Ligament = Band, welches den Rabenschnabelfortsatz ( Coracoid ) mit dem Schulterdach / Schulterhöhe ( Akromion ) verbindet.

Canalis bicipitalis: Bizepssehnenkanal. Siehe auch: " Sulcus bicipitalis "

Capica Prothese ( Resurfacing ): Schulterprothese; spezielle Form eines Oberflächenersatzes an der Schulter ( sog. Cup-Prothese ), um Defekte einen Schulterverschleiss bei gleichzeitig vorhandenem Muskel- und Sehnendefekt versorgen zu können.

Capsular Shift: OP Verfahren zur Schulterstabilisierung. Siehe: Kapselshift.

Capsulitis: Entzündung der Schultergelenkkapsel, z.B. bei einer Schultersteife, Rheuma, et cetera.

Capsulitis adhaesiva: Schultersteife. Weiteres dazu lesen Sie hier.

Caput humeri: Oberarmkopf

caudal: " unten ". Siehe auch -> " kaudal "

Caudalgleiten: Tiefertreten, z.B. des Oberarmkopfes an der Schulter bei physiotherapeutischen Behandlungsmassnahmen.

Cavitas glenoidale: die knöcherne Schulterpfanne

Cavitas glenoidalis: Schulterpfanne

Cervikobrachialgie: Schmerzen in Schulter und Arm, welche durch eine Erkrankung, meistens Verschleiss, an der Halswirbelsäule entstehen.

chondral: den Knorpel betreffend.

chondrale Läsion: Knorpelschaden, z.B. auf der Schulterpfanne oder dem Oberarmkopf.

Chondralläsion: Knorpelschaden, weiteres dazu hier.

Chondroabrasionsplastik: in der Regel arthroskopisch ( durch´s Schlüsselloch ) operierte Knorpelglättung bei einem Verschleiß der Schulter.

Chondromalacie: Siehe Chondromalazie

Chondromalazie: Knorpelerweichung in einem Gelenk, meist als Vorstufe eines Verschleisses.

Chondromatose: siehe "synoviale Chondromatose".

Chondrome: freie Gelenkkörper in der Schulter, welche sich bei der Chondromatose entwickeln.

Chondroplastik: Siehe -> Abrasionsarthroplastik

chronische PHS: Siehe unten -> PHS

Clavicula: Schlüsselbein

Claviculateilresektion: Teilentfernung am Schlüsselbein. Meistens bei einem schmerzhaften Verschleiss am Schultereckgelenk - arthroskopisch oder offen operativ durchgeführt.

Clavikula: siehe: Klavikula

clavikulärer Osteophyt: Knochensporn am Schlüsselbein - meist bei Verschleiss am Schultereckgelenk.

Clavikulaende: Ende des Schlüsselbeines, innen oder aussen.

Clavikulafraktur: siehe: Klavikulafraktur

Clavikulagelenkfläche: Schlüsselbeingelenkfläche ( am äusseren Schlüsselbeinende / Schultereckgelenk ).

Clavikulasporn: Knöcherner Sporn am Schlüsselbein, meist am äusseren Ende, wo er ein Impingement verursacht.

Clavikulateilresektion: operative Teilentfernung des Schlüsselbeines.

Clavikulektomie: teilweise ( = partielle Clavikulektomie ) oder komplette ( totale Clavikulektomie ) des Schlüsselbeines. Notwendig ist das z.B. bei Tumoren oder chronischen Vereiterungen des Schlüsselbeines.

CM: Abkürzung für "Chondromalazie". Die Erweichung des Knorpels - entweder auf dem Oberarmkopf oder der Schulterpfanne bei der Omarthrose - dem Verschleiss der Schulter. Weiteres zum Verschleiss der Schulter können Sie hier nachlesen. Man unterscheidet die CMI, d.h. ersten Grades, von der CMII = 2. Grades und die CMIII, dem Abrieb dritten Grades.

Collum chirurgicum: schräg verlaufende Linie auf Höhe der Oberarmkopfkappe, entlang derer man beispielsweise den Oberarmkopf zum Einbau von Schulterprothesen teilentfernt.

Computertomogramm: Siehe -> " Computertomographie "

Computertomographie: Schichtbildgebendes Verfahren an der Schulter, z.B. zur Darstellung von Oberarmkopfbrüchen, OP Planung von Schulterprothesen. Es besteht die Möglichkeit der 3D Darstellung von Schultererkrankungen.

Constant Score: in Deutschland und Europa gebräuchliches Erfassungssystem für die Schultersituation – mit Hinblick auf beispielsweise: Schmerz, Funktion, Einsetzbarkeit im Alltag. Das Punktesystem dient der Beschreibung der Schultereinsetzbarkeit. bzw wird bei wissenschaftlichen Studien zwecks Vergleichbarkeit von Ergebnissen nach best. Behandlungen ( i.d. Regel Operationen ) herangezogen.

Copeland Schulter: siehe auch "Cup Prothese".

Coplaning: operative endoskopische Abtragung von Verschleissnasen / Knochenspornen an der Unterseite des Schultereckgelenkes, angewandt beim Verschleiss des Schultereckgelenkes.

coracoakromiales Ligament: Band, welches den Rabelschnabelfortsatz ( Coracoid ) des Schulterblattes mit dem Schulterdach ( Akromion ) verbindet. Also, das bandförmige vordere obere Schulterdach. Dieses Band wird z.B. bei der Akromioplastik eingekerbt.

Coracobrachialis: Muskel an der Vorderseite des Oberarmes, welcher für die Beugung zuständig ist.

coracoclavikuläre Bänder: Bänder, welche den Rabenschnabelfortsatz, das. sog. Coracoid, mit dem Schlüsselbein verbinden. Im Wesentlichen sind es 2 Bänder, das Ligamentum conoideum und trapezoideum. Von Bedeutung sind diese Bänder bei der Schultereckgelenksprengung wo sie entweder eine Überdehnung erfahren oder in Teilen bzw. vollständig zerreissen.

coracoclavikuläres Gelenk: in der Regel angeborenes, ansonsten ( in der Normalbevölkerung ) nicht vorhandenes Gelenk zwischen Schlüsselbein ( med.: Clavikula ) und Rabenschnabelfortsatz ( med.: Coracoid ) des Schulterblattes. Es findet sich bei etwa 0,4 bis 1,2 % der Bevölkerung. Häufiger als in Europa und Nordamerika ist es in Asien anzutreffen. Eine Verbindung mit Erkrankungen wie Rheuma, Bechterew und Stoffwechselstörungen wie dem Hyperparathyreoidismus ist beschrieben. Es kann insbesondere Schmerzen verursachen, wenn sich ein Verschleiss dieses Gelenkes einstellt.

coracohumerale Bänder: Siehe -> " coracohumerale Ligamente "

coracohumerale Ligamente: Bänder, welche von Coracoid ( Rabenschnabelfortsatz des Schulterblattes ) zum Oberarmkopf verlaufen. Es gibt einen inneren ( medialen ) und äusseren ( lateralen ) Schenkel, welche die lange Bizepssehne an ihrem Eintritt in die knöcherne Rinne am Oberarmkopf gegen Ausrenkungen schützen. Die coracohumeralen Bänder gehören zum Pulley, der Weichteilführungsschlinge, die die lange Bizepssehne stabilisiert.

Coracoid: Siehe: "Koracoid"

coracoidnah: nahe am Rabenschnabelfortsatz ( Coracoid ) gelegen.

Core decompression: Siehe " Kerndekompression "

Corkscrew: Nahtanker zur Fixierung der Rotatorenmanschette bei Rissen.

Corkscrewanker: siehe -> Corkscrew.

Corkscrew-Ankerschrauben: siehe -> Corkscrew.

costosternale Arthrose: Verschleiss zwischen Rippe /-en und Brustbein.

Cranialisation: Hochverlagerung des Oberarmkopfes, z.B. bei Rotatorenmanschettenrissen. Siehe auch: " Humeruskopfhochstand "

Cross-FT-Anker: Nahtanker zum Verschluss von Rotatorenmanschettenrissen.

Cross Over Test: Klinisches Untersuchungsverfahren zum Nachweis von Problemen am Schultereckgelenk, z.B. einem Verschleiss des Schultereckgelenkes.

Cross Over Zeichen: Siehe "Cross Over Test"

CPM = englische Abkürzung für "continous passive motion". An der Schulter findet die CPM in Form von motorisierten Stühlen / Bewegungsschienen manchmal Anwendung.

CT: Siehe -> " Computertomographie "

Cup Prothese: kleinste Form des künstlichen Gelenkersatzes an der Schulter. Es handelt sich um einen sog. Oberflächenersatz. Ein Kappe überkleidet die Kugel des Oberarmkopfes. Näheres erfahren Sie hier.



D:


DA: Abkürzung für " diagnostische Arthroskopie " an der Schulter.

Dawburn Zeichen: klinisches Untersuchungsverfahren / Untersuchungstest zur Diagnostik von Rotatorenmanschettenrissen.

Dead Arm Syndrom: Plötzlich einschiessende Taubheit und heftige Schmerzen in den Arm als Symptom einer Schulterinstabilität bzw. multidirektionalen Schulterinstabilität.

Debridement: Operatives Abtragen und Glätten, z.B. von Teilrissen an der Rotatorenmanschette der Schulter, meistens arthroskopisch durchgeführt.

Debridierung: siehe -> Debridement

Defektarthropathie: sehr grosser ( Massen-) Riss der Rotatorenmanschette. Weiteres dazu lesen Sie hier.

Defille Erweiterung: Arthroskopisch oder offen operatives Vorgehen um einen Engpass unter dem Schulterdach beim Impingementsyndrom zu beseitigen. Siehe auch Akromioplastik.

Degenerationszysten: Hohlräume im Knochen als Ausdruck eines Verschleisses im Schultergelenk, z.B. im Bereich des Schulterblatthalses.

Dekompression: Weiteres dazu erfahren Sie hier. Siehe auch " Akromioplastik"

Dekompressions - OP: Siehe -> "Dekompressionsoperation".

Dekompressionsoperation: Anderer Begriff für eine Akromioplastik. Der Tunnel unter dem Schulterdach wird dabei von einer Enge operativ befreit. Näheres dazu finden Sie hier.

Deltaansatz: Zone am körpernahen Oberarm aussenseitig, wo der Schulterkappenmuskel ( = Deltamuskel ) ansetzt. Ein Gebiet, welches regelmässig im Rahmen von Schulterschmerzen empfindlich wird.

Delta (-muskel ): Schulterkappenmuskel. Recht grosser Muskel, welcher die Schulter vorne, seitlich und hinten umgibt.

Deltamuskel: Schulterkappenmuskel. Wichtiger Schultermuskel für die Abspreizung.

Deltaprothese: künstliches Schultergelenk mit umgekehrtem Konstruktionsprinzip ( Kopf an der Pfanne und Pfanne am Schaft ). Sie findet z.B. ihren Einsatz bei Verschleiss der Schulter mit gleichzeitig bestehendem grossen Defekt der Muskelmanschette.

Delta Xtend: inverses Schulterprothesensystem. Weiteres zu den inversen Prothesen erfahren Sie hier.

deltoideopectoraler Zugang: siehe -> deltoideopektoraler Zugang

deltoideopektoraler Zugang: Operationszugang für offene oerative Eingriffe an der Schulter, beispielsweise zum Einbau einer Schulterprothese oder Schulterstabilisierung.

Deltoideus: Deltamuskel. Kappenförmiger Muskel, welcher die Schulter vorne, seitlich und hinten umgibt. Er ist u.a. für das Seitwärtsführen zuständig.

Deltoid-Splitting: operative Spaltung des Deltamuskels, um in das zu operierende Schultergelenk zu gelangen.

deltotrapezoidale Faszie: Bindegewebsplatte, welche über dem Delta- und Trapezmuskel an der Schulter- / Halsregion liegt. Sie kann z.B. bei Schultereckgelenksprengungen reissen ( Typ Rockwood 5 ).

Denervation Acromion: meistens arthroskopisches Abtragen von Knochenhaut an der Unterseite des knöchernen Schulterdaches mit dem Ziel eine Schmerzbefreiung zu erreichen.

Dehiszenz: klaffendes Loch / Öffnung, z.B. in der Rotatorenmanschette, dem sog. Rotatorenmanschettendefekt.

Desault: Der Desault Verband ist ein Verband, welcher zur Ruhigstellung der Schulter, z.B. nach Schulterluxationen, verwandt wird.

descendierendes Akromion: absteigend verlaufendes Schulterdach.

Discus articularis: Knorpelscheibe, z.B. im Schultereckgelenk, welche beim Verschleiss des Schultereckgelenkes zerstört sein kann.

Diskontinuität: " Unterbrechung ", z.B. der Sehnen der Rotatorenmanschette an der Schulter im MRT bei Rissen der Rotatorenmanschette.

Diskusdegeneration: Verschleiss einer Bandscheibe der Wirbelsäule. Im Bereich der Halswirbelsäule können dadurch Schmerzen in der Schulter entstehen.

Diskusmaterial: Knorpelscheibe im Schultereckgelenk, ähnlich dem Meniskus im Knie.

Dislokation: Ausrenkung der Schulter. Siehe auch "Schulterluxation".

disloziert: bedeutet "verschoben ", z.B. Oberarmkopfbrüche an der Schulter.

distale Clavikularesektion: Siehe -> "laterale Clavikularesektion"

dorsales Kapselrelease: operative Spaltung der hinteren Schulterkapsel, bei einer Schultersteife, insbesondere mit Innendrehdefizit, es wird meistens arthroskopisch durchgeführt.

dorso-kaudale Schultergelenkinstabilität: Instabilität des Schultergelenkes nach unten und hinten.

dorsal: Bedeutet " hinten ": Man spricht von dorsalen Schulterinstabilitäten, wenn man Ausrenkungen der Schulter in die Richtung nach hinten meint. Siehe auch. " posterior ".

dorsales Release: arthroskopische Spaltung der hinteren Schulterkapsel bei einer Schultersteife.

dorsoapical: hinten oben gelegen, z.B. die Knorpellippe, d.h. das Labrum.

Double Läsion: Spezielle Form des Abrisses der Knorpel- / Pfannenlippe am vorderen Schulterpfannenrand bei Ausrenkungen der Schulter.

Double Row: Arthroskopische Doppelreihennahttechnik zum endokopischen Verschluss von Rotatorenmanschettenrissen.

down-sloping des Akromions: ein meist vorne heruntergebogenes / verkrümmtes Schulterdach, welches den Tunnel unter ihm einengt und zum sog. Impingement führt.

3-Part Fraktur: Oberarmkopfbruch, welcher in 3 knöcherne Bruchstücke zersprungen ist.

Drive Through Zeichen: Englisch: " Durchfahrtzeichen ". Untersuchungsbefund bei der Schultergelenkspiegelung, welcher typisch für eine multidirektionale Schulterinstabilität ist. Man kann gewissermassen mit dem Arthroskop durch den weiten Gelenkraum zwischen Oberarmkopf und Schulterpfannne hindurchfahren, welcher typischerweise bei multidirektionalen Schulterinstabilitäten vorhanden ist.

Drop Arm Zeichen: Klinischer Untersuchungsbefund und - test, der auf einen grösseren Riss in der Rotatorenmanschette hinweist.

Drop Zeichen: Klinischer Untersuchungsbefund und - test. Er gehört zu den sog. Lag Zeichen ( lag = englisch: hinterherhinken, nachhängen ) und weist auf einen grösseren Defekt / Riss in der Rotatorenmanschette hin.

DS: Abkürzung für "Druckschmerz"

Duokopfprothese: Siehe " bipolare Schulterprothese ".

dynamische Muskelsonographie: spezielle Form der Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung der Muskeln der Rotatorenmanschette.



E:



EA Bandage: Armschlinge zur Ruhigstellung der Schulter, z.B. nach Operationen von Instabilität oder Sehnennähten.

Eclipse Prothese: Schulter Oberflächenersatzprothese. Näheres dazu finden Sie hier.

Eckgelenk: abkürzender Begriff für "Schultereckgelenk", der gelenkigen Verbindung zwischen Schulterdach und äusserem Schlüsselbeinende.

Eckgelenksarthrose: siehe Verschleiss am Schultereckgelenk.

Eden-Lange Operation: Operationsverfahren zur Behandlung eines abstehenden Schulterblattes ( Scapula alata ) infolge einer Lähmung des Trapeziusmuskels bei einer Lähmung des Accessoriusnerven,

Elevation: Anheben des Armes in der Schulter nach vorne - auch Flexion oder Flektion bzw. Anteversion genannt.

Elongation: Verlängerung

Empty Can Test ( nach Jobe ): Schulteruntersuchungstest zum Nachweis von Rissen in der Rotatorenmanschette.

Enchondrom: meistens gutartiger Knorpelzelltumor. Im Bereich der Schulter findet er sich oft in den oberen Anteilen des Oberarmes und im Oberarmkopf. Weiteres dazu lesen Sie hier.

Enchondromatose: siehe: Morbus Ollier

Endobutton: Fixationssystem für Sprengungen des Schultereckgelenkes

Endoprothesenwechsel: Wechsel eines künstlichen Gelenkes.

Enthesiopathie: Sehnenerkrankung, z.B. an der Schulter im Bereich der Supraspinatussehne.

Epiphyse: Wachstumsfuge, z.B. am Oberarmkopf, wo ca. 80% des Oberarmwachstumes im Laufe der Kindheit und Jugend stattfinden. Wachstumsfugen gibt es zahlreichen Knochen des menschlichen Körpers. Es sind die Orte des knöchernen Wachstums.

Epiphysenfuge: siehe -> Epiphyse.

Epiphysensprengung: Verletzung der Wachstumsfuge, z.B. in Folge Sturz.

EPOCA: Bezeichnung für ein Schulterprothesensystem. Weiteres können Sie hier nachlesen.

Endoskopie: siehe "Arthroskopie"

Enthesiopathie: Sehnenerkrankung, z.B. der Supraspinatussehne beim Impingement der Schulter.

Enthesitis: Sehnenentzündung, z.B. am Bizeps.

Erstluxation: die erste Ausrenkung einer Schulter, welche meistens zu einer Schulterinstabilität führt.

ESD: Abkürzung für "endoskopisch subakromiale Dekompression".

ESWA: siehe ESWT

ESWT: Abkürzung für: "Extrakorporale Stosswellentherapie" - auch Lithotripsie genannt. Nicht operatives Verfahren das zur Beseitigung von Kalkdepots an der Schulter Anwendung findet.

ETACS: Abkürzung für: „elektrothermisch assistierte Kapselschrumpfung“. Gemeint ist das Schrumpfen der Schultergelenkkapsel als endoskopischer Eingriff unter Verwendung einer Elektrode. Alternativ wird die Lasertechnik zur Kapselschrumpfung an der Schulter verwandt.

ExpreSew: Nahtzange zum arthroskopischen Verschluss von Defekten der Rotatorenmanschette.

Extension: Streckung ( des Armes in der Schulter )



F:


Facies glenoidalis: Schulterpfanne.

Fadenlasso: arthroskopisches Operationsinstrument zur Rekonstruktion von Defekten der Rotatorenmanschette oder Naht von Rissen der Knorpellippe nach Ausrenkungen der Schulter.

Fastak ( Fast Ak ): Arthroskopische Nahtanker zur Versorgung von Rotatorenmanschettenrissen.

fettige Degeneration: Ausdünnung von gesunden Muskelgewebe und Ersatz dessen durch Fettgewebe infolge Nichtgebrauch eines Muskels. An der Schulter sind in der Regel der Supraspinatus- und Infraspinatusmuskel betroffen im Zusammenhang mit Rissen der Rotatorenmanschette. Die fettige Degeneration kann mit im Kernspintomogramm erkennen.

Fibre Wire: Fiberglasnahtmaterial zum Verschluss, z.B. von Rotatorenmanschettenrissen an der Schulter.

Flexion: Beugung ( des Armes in der Schulter )

Floating Shoulder: seltener, gleichzeitiger Bruch von Schlüsselbein und Schulterblatthals

Footprint: Ansatzzone der Rotatorenmanschette, insbesondere des Supraspinatus und Infraspinatusmuskels am Oberarmkopf.

Fornix humeri: das Schulterdach. Es besteht aus der Schulterhöhe ( Akromion ) und dem Band zwischen dem Vorderrand der Schulterhöhe und dem Rabenschnabelfortsatz ( Ligamentum coracoacromiale ).

Fossa bicipitalis: knöcherne Rinne / Grube der langen Bizepssehne vorne am Oberarmkopf

Fossa glenoidale scapulae: Schulterpfanne

Fossa glenoidalis: Schulterpfanne; siehe auch: Glenoid

Fossa supraspinata: grubenartige Vertiefung an der Rückseite des Schulterblattes in welcher der Supraspinatusmuskel verläuft.

Fossa supraspinatus: siehe -> Fossa supraspinata

Frakturprothese: künstliches Schultergelenk, welches man wegen eines Oberarmkopftrümmerbruches einbaut.

frei flottierend: frei im Raum schwebend, z.B. die Rissenden bei Rotatorenmanschettenriss.

Frozen Shoulder: engl. Begriff für Schultersteife. Weiteres erfahren Sie hier.

Full Can Test ( nach Jobe ): Schulteruntersuchungstest zum Nachweis von Defekten in der Rotatorenmanschette.

full thickness Riss: kompletter Risse der Sehne /-en an der Schulter im Bereich der sog. Rotatorenmanschette.

Full thickness Rotatorenmanschettenriss: Loch in der Sehne, welches komplett ist und die ganze Substanz betrifft, d.h. kein Teil, sondern ein Vollriss. Mehr hier.

füll thickness Ruptur: siehe -> "full thickness Riss"

full thickness tear: siehe -> " full thickness Riss "



G:


Gadolinium: Kontrastmittel für die Kernspintomographie der Schulter.

Ganglion: Mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum in den Weichteilen um die Schulter, meistens rückwärtig am Schulterblatthals gelegen.

Ganglionzyste: Knöcherner Hohlraum, meist im Oberarmkopf und bedeutungslos.

Gelenkcavum: Innenraum eines (Schulter- ) Gelenkes

Gelenkchondromatose: Eine eigenständige Erkrankung an der Schulter, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass sich von der Gelenkschleimhaut freie Gelenkkörper absiedeln und das Schultergelenk - oder auch andere Gelenke - zerstören.

Gelenkdebridement: siehe Knorpelglättung bzw. Synovektomie oder Teilsynovektomie.

Gelenkkapselruptur: Riss in der Kapsel des Schultergelenkes.

Gelenkkontraktur: "Einsteifung eines Gelenkes", z.B. bei der Schultersteife.

Gelenklavage: Spülung des Schultergelenkes über ein Arthroskop, z.B. beim Verschleiss der Schulter.

Gelenkrecessus: Gelenkfach ( Aussackung eines Gelenkes, z.B. der Schulter ).

GFDI: global fatty degeneration index. Mass für das Ausmass der Verfettung ( infolge Nichtgebrauch ) der Muskelbäuche der Rotatorenmanschette. Er wird z.B. bei wissenschaftlichen Untersuchungen berechnet und im Alltag zur Abschätzung, ob z.B. eine Sehne ggf. noch rekonstruierbar ist, eingesetzt.

Gilchrist Verband: Verband zur Fixierung des Armes am Rumpf, um die betroffene Schulter zu schonen / ruhigzustellen, z.B. nach Ausrenkungen der Schulter.

Gilchrist Test: Klinischer Untersuchungstest an der Schulter, um krankhafte Zustände an der langen Bizepssehnen festzustellen.

Gilchrist Zeichen: Siehe " Gilchrist Test ".

GIRD: Englische Abkürzung für " glenohumeral internal rotational deficit ". Es bedeutet, daß beim Wurfsportler - weil er viele ausholende / werfende Tätigkeiten ausübt - die Innenrotation in der Wurfschulter / dem dominanten Arm vermindert ist (wohingegen die Aussendrehfähigkeit vermehrt ist ).

GLAD Läsion: Beschädigung des Schulterpfannenknorpels nahe der Knorpellippe bei gleichzeitig bestehendem inkompletten Einriss der Knorpellippe. Sie tritt bei Instabilitäten des Schultergelenkes auf. Wesentliches Kennzeichen der GLAD Läsion sind die Schmerzen und nicht so sehr die Instabilität.

glenohumeral: das Schulterhauptgelenk betreffend

glenohumerale Arthroskopie: arthroskopische Spiegelung des Schultergelenkes. Weiteres hier.

glenohumerale Artikulation: Beweglichkeit im Schultergelenk.

glenohumerale Bänder: Siehe -> " glenohumerale Ligamente "

glenohumerale Gelenk: Schulterhauptgelenk

Glenohumeralgelenk: Schulterhauptgelenk, wörtlich: das Gelenk zwischen Schulterpfannen und Oberarmkopf.

glenohumerale Ligamente: Kapselbänder zwischen der Schulterpfanne und dem Oberarmkopf, welche die Schulter stabilisieren und vor Schulterinstabilitäten schützen. Es gibt ein vorderes, oberes; vorderes, mittleres; vorderes, unteres und hinteres unteres glenohumerales Band.

glenohumeraler Gelenkbinnenraum: Schulterhauptgelenk, gebildet von Oberarmkopf und Schulterpfanne

glenohumeraler Gelenkkraum siehe: glenohumeraler Gelenkinnenraum.

glenohumeraler Gelenkerguss: Gelenkerguss / Flüssigkeitsansammlung im Schulterhauptgelenk, z.B. als Reizzustand beim Schulterverschleiss.

glenohumerale Synovitis: Entzündung der Gelenkschleimhaut im Schulterhauptgelenk.

glenohumerale Teilsynovektomie: ( meist arthroskopische ) Teilentfernung der Gelenkschleimhaut im Schulterhauptgelenk.

glenohumerale Verwachsungen: = Schultersteife.

Glenohumeralgelenk: Das "Gelenk zwischen Schulterpfanne und Oberarmkopf", also das Schulterhauptgelenk.

Glenoid: Schulterpfanne

glenoidale Gelenkfläche: Gelenkfläche der Schulterpfanne

glenoidale Strukturen: Strukturen der Schulterpfanne.

Glenoidkomponente: Teil einer Schulterprothese, und zwar die künstliche Schulterpfanne.

Glenoiddegeneration: Verschleiss auf der Schulterpfanne bei der sog. Omarthrose.

Glenoidersatz: Einbau einer künstlichen Schulterpfanne. Siehe auch Hemiarthroplastik oder Totalarthroplastik.

Glenoidrand: Rand der Schulterpfanne.

Glenoidrand-Fraktur: knöcherner Schulterpfannenrandabbruch.

Glenoid-Zentrum: Zentrum der Schulterpfanne.

Global Unite: Name eines modularen Schulterprothesensystemes.

Graft Rope: Operationstechnik zur Stabilisierung von Sprengungen des Schultereckgelenkes, unter Verwendung einer körpereigenen Sehne ( Semitendinosus- oder Gracilissehne ). Diese Form der Stabilisierung wird arthroskopisch oder minimalinvasiv durchgeführt.

Grammont Prothese: siehe: "Deltaprothese".



H:


habituell: Bedeutet übersetzt "gewohnheitsmässig". Angewandt wird dieser Begriff zur Klassifikation / Bezeichnung von Ausrenkungen der Schulter. Man spricht von habituellen Schulterinstabilitäten.

hämorrhagischer Schultergelenkerguss: blutiger Erguss im Schultergelenk, z.B. nach Sturz.

Hagelläsion: siehe HAGL Läsion.

HAGL Läsion: Abkürzung des englischen Begriffes "humeral avulsion of the glenohumeral ligament". Teile des Ansatzes der Schultergelenkkapsel sind bei Schulterausrenkungen / Schulterluxationen vorne unten am Oberarmkopf abgerissen.

Halo: Signalminderung in der Ultraschalluntersuchung der Schulter, und zwar im knöchernen Lager der langen Bizepssehne. Zeichen einer Sehnenentzündung der langen Bizepssehne oder eines Risses in der Rotatorenmanschette.

Halophänomen: siehe "Halo"

Hawkins Test: Klinisches Untersuchungsverfahren zur Feststellung eines Impingementsyndromes der Schulter.

Healicoil-PK-Fadenanker: Nahtanker, um Risse in der Rotatorenmanschette zu schliessen.

Healix BR Schraube: Arthroskopischer Nahtanker, welcher bei der endoskopischen Naht der Rotatorenmanschette eingesetzt wird.

Hemiarthroplastik: siehe Hemiprothese

HemiCap: Metallimplantat, ähnlich einer grösseren Schraube, mit meistens gebogenem Kopf, kleiner als konventionelle Schulterprothesen. Es wird zur Behandlung von grösseren Knorpeldefekten an der Schulter oder anderen Gelenken eingesetzt.

Hemiprothese: künstliches Schultergelenk, bei dem nur eine Seite des Gelenkes, und zwar in derb Regel der Oberarmkopf, ersetzt wird. Siehe auch Hemiarthroplastik.

Hill Sachs Delle: Siehe -> " Hill-Sachs Läsion "

Hill Sachs Impression: Siehe -> " Hill Sachs Läsion "

Hill-Sachs-Impressionsfraktur: knöcherne Einkerbung, hinten aussen am Oberarmkopf, als Folge einer vollständigen, u.U. wiederholten, Schulterausrenkung.

Hill Sachs Kerbe: Siehe -> " Hill-Sachs Läsion "

Hill Sachs Läsion: knöcherne Einkerbung an der Hinteraussenseite des Oberarmkopfes als Folge von vorderen unteren Schulterausrenkungen.

Hill-Sachsche Delle: siehe -> " Hill Sachs Läsion "

HKN: Abkürzung für Humeruskopfnekrose; siehe: Humeruskopfnekrose

horizontaler Adduktionstest: Untersuchungsverfahren für einen Verschleiss / Problem / Erkrankung am Schultereckgelenk. Siehe auch: Horizontaladduktionstest.

HAT: Klinisches Untersuchungsverfahren zum Nachweis von Problemen am Schultereckgelenk, z.B. einem Verschleiss des Schultereckgelenkes.

Horizontalextensionstest: Klinische Untersuchungsmethode zum Nachweis von Problemen am Schultereckgelenk, z.B. einem Verschleiss des Schultereckgelenkes.

Hornblower-Zeichen: Klinischer Untersuchungstest zum Nachweis ausgeprägterer Defekte in der Rotatorenmanschette.

humeral = oberarmkopfseitig

humerale Gelenkfläche: Gelenkfläche des Oberarmkopfes, welches das Schulterhauptgelenk mit ausbildet.

humeroacromiale Distanz: Abstand zwischen Oberarmkopf und Schulterdach, z.B. von Bedeutung beim Impingementsyndrom der Schulter.

humero-glenoidale Gelenkfläche: siehe -> "humeroglenoidaler Knorpel"

humeroglenoidaler Gelenkknorpel: Knorpelüberzug von Schulterpfanne und Oberarmkopf. Bei Abrieb dieses Knorpels spricht man von einer Omarthrose.

Humeroglenoidalgelenk: Schultergelenk

humero-glenoidale Gelenkfläche: Gelenkfläche des Schultergelenkes.

humero-glenoidaler Gelenkspalt: Hauptgelenkspalt der Schulter.

humeroscapularer Gelenkspalt: Gelenkspalt zwischen Oberarmkopf und der Schulterpfanne, der sog. Schulterhauptgelenkspalt.

humeroscapulärer Abstand: Siehe -> " humeroskapulärer Abstand "

humeroskapulärer Abstand: Abstand zwischen Oberarmkopf und knöchernem Schulterdach. Diese Distanz beschreibt die Höhe des Tunnels unter dem Schulterdach. Wichtig ist er zur Einschätzung, ob ggf. ein Impingement vorliegt.

Humerusfraktur: Oberarmbruch. Weiteres dazu hier.

Humerushochstand: Hochstand des Oberarmes bei ausgeprägten Defekten der Rotatorenmanschette.

Humeruskopf: Anderer Begriff für den "Oberarmkopf", dem oberen Ende des Oberarmknochens, welcher das Schulterhauptgelenk bildet.

Humeruskopfepiphyse: Wachstumsfuge des Oberarmkopfes.

Humeruskopfimpressionsfraktur: Oberarmkopfbruch mit Einbruch / Quetschung der Knochenoberfläche.

Humeruskopffraktur: Bruch des Oberarmkopfes. Man unterscheidet verschiedene Bruchformen, welche z.T. ohne und manchmal mit einer Operation versorgt werden.

Humeruskopfglatze: Freiliegen des Obarmkopfes infolge fehlender Deckung durch die Rotatorenmanschette. Ein Begriff, welchen man im Zusammenhang mit sehr grossen Defekten der Rotatorenmanschette verwendet.

Humeruskopfhochstand: Austreten des Oberarmkopfes aus der Schulterpfanne nach oben, z.B. bei grossen Defekten der Rotatorenmanschette.

Humeruskopfkontur: Formgebung des Oberarmkopfes.

Humeruskopf-Luxationsfraktur: kompliziertere Bruch des Oberarmkopfes mit Verschiebung / Ausrenkung.

Humeruskopfnekrose: aus noch unbekannter Ursache stirbt der Knochen des Oberarmkopfes ab. Es handelt sich sozusagen um einen Knochentod des Oberarmkopfes. Weiteres dazu lesen Sie hier.

Humeruskopftrümmerfraktur: Trümmerbruch des Oberarmkopfes.

Humeruskopfzirkumferenz: Umfang des Oberarmkopfes

humerusnah: nahe am Oberarm gelegen

humerusseitig: auf der Seite des Oberarmes gelegen.

HWS: Abkürzung für: Halswirbelsäule

hyaliner Knorpel: Knorpelüberzug auf Schulterpfanne und Oberarmkopf

Hyperaussenrotation: vermehrte Aussendrehfähigkeit der Schulter.

Hyperlaxität: Überbeweglichkeit eines Gelenkes, z.B. des Schultergelenkes bei Schulterinstabilitäten, mit vermehrter Beweglichkeit, über das normale Mass hinaus, welches zu Problemen / Symptomen führen kann.

hypertrophe AC-Gelenksarthrose: Verschleiss am Schultereckgelenk mit überschiessender Knochenneubildung.

Hypotrophie: Verschmächtigung, z.B. des Supraspinatus- oder Infraspinatusmuskelbauches bei Defekten der Rotatorenmanschette.

hypotrophiert: bedeutet -> "verschmächtigt", z.B. die Verschmächtigung der Schultermuskeln bei Rissen der Rotatorenmanschette.



I:


IGHL: Abkürzung für "inferiores glenohumerales Band". Ein wichtiger Stabilisator gegen Auskugelungen der Schulter nach vorne, unten.

IMC: Abkürzung für " intramedullary claw ", einem Implantat zur Stabilisierung eines Oberarmkopfbruches.

Impingement: Begriff aus dem angloamerikanischen Sprachraum. Er bedeutet "Einklemmung". Der Orthopäde kennt eine Reihe verschiedener Impingements an unterschiedlichsten Gelenken. An der Schulter ist damit eine Einklemmung im Bereich des Schulterdaches gemeint oder unter dem Rabenschnabelfortsatz. Sie kann durch anlagebedingte Fehlformen des Schulterdaches, Kalkdepots, uvm. zustandekommen.

Impingementmuster: Zeichen einer knöchernen Enge des Tunnels unter dem Schulterdach, z.B. in der Schichtbildgebung ( MRT / Kernspintomgramm )

Impingement OP: Operationsverfahren zur Behandlung einer Enge unter dem Schulterdach beim sog. Impingement der Schulter - auch Akromioplastik genannt.

Impingementsymptomatik: Beschwerden des Patienten bei einem Impingementsyndrom der Schulter.

Impingementsyndrom: Siehe -> "Impingement".

Impingement-Syndrom: Siehe Impingement oder hier.

Impingement-Test: Klinische Untersuchungsmehtode zur Feststellung einer Enge unter den Schulterdach, dem sog. "Impingement".

Impingementzeichen: Angaben des Patienten bzw. klinische Untersuchungstest, welche hinweisend für ein Impingementsyndrom sind.

Impingementzeichen nach Hawkins und Kennedy: Klinischer Untersuchungstest zur Diagnose eines Impingementsyndromes der Schulter.

Impingementzeichen nach Neer: Klinischer Untersuchungstest zur Feststellung eines Impingementsyndromes der Schulter.

Impression: Delle / Einquetschung, z.B. hinten aussen am Oberarmkopf nach Ausrenkungen der Schulter.

Impressionsfraktur: Quetschungsbruch, z.B. am Oberarmkopf nach Schulterausrenkungen.

intratendinöse Partialruptur: Teilriss der Rotatorenmanschette, welcher in der Sehne selbst liegt.

inferior: Bedeutet " unten ". Eine inferiore Schulterinstabilität bezeichnet ein Austreten des Oberarmkopfes aus der Schulterpfanne heraus nach unten. Siehe auch. " kaudal ".

inferiorer Recessus: untere Schultergelenkkapsel zur Achselhöhle hin.

inferiores glenohumerales Band: Vorderes unteres Kapselband, welches die Schulter z.B. vor Ausrenkungen schützt.

inferiores Labrum: Untere Knorpellippe am Schulterpfannenrand. Sie reist bei Auskugelungen / Luxationen als sog. Bankart Läsion ab.

Infiltration: Das Setzen einer Spritze, z.B. in das Schultergelenk.

infraakromial: unter dem Schulterdach ( Akromion ) befindlich.

Infraktion: Einbruch des Knochens, z.B. an der Schulterpfannen oder Oberarmkopf.

Infraspinatus: oberer hinterer Muskel der Rotatorenmanschette. Siehe auch: "Rotatorenmanschette". Dritthäufigster von Rissen an der Schulter betroffener Muskel.

Infraspinatusatrophie: Verschmächtigung des Infraspinatusmuskels an der Rückseite der Schulter, z.B. als Zeichen eines grösseren Defektes in der Rotatorenmanschette.

Infraspinatusriss: Riss in der Sehne des Infraspinatusmuskels hinten oben an der Schulter.

Infraspinatussehne: Sehne des Infraspinatus, eines Teiles der sog. Rotatorenmanschette.

Injektion: Spritzentherapie, an der Schulter z.B. durch Spritzen in das Schultergelenk oder an die Sehne, Schleimbeutel, Bizepssehne, etc.

Insertionsbereich: Ansatzzone einer Sehne, z.B. der Supraspinatussehne am Oberarmkopf. Wichtiger Gesichtspunkt bei der Beurteilung von Rotatorenmanschettenrissen.

Insertionsfibroostitis: Sehnen- / Knochenentzündung in der Ansatzregion einer Sehne, z.B. an der sog. Supraspinatussehne beim subakromialen Impingement.

Insertionstendinose: siehe -> " Insertionstendopathie "

Insertionstendopathie: Sehnenreizzustand bzw. Entzündung an einer Sehne der Schulter, z.B. an der Sehne des Supraspinatusmuskels oder der Bizepssehne.

In Space Ballon: Operationstechnik bei der ein Ballon, ein Platzhalter, im Tunnel unter dem Schulterdach plaziert wird, und zwar bei grossen Defekten der Rotatorenmanschette.

ISP: Abkürzung für "Infraspinatus", einem Muskel, welcher an der Rückseite der Schulter liegt.

Instabilitätsarthropathie: Siehe -> Instabilitätsarthrose

Instabilitätsarthrose: Verschleiss im Schulterhauptgelenk infolge einer Schulterinstabilität.

Instabilitätsomarthrose: Verschleiß in der Schulter als Folge einer langjährig vorbestehenden Schulterinstabilität.

interskalenärer Schmerzkatheter: Betäubung über ein Schläuchen, welches am Hals liegt und zwischen den sog. Skalenus ( Hals- ) - Muskeln verläuft. Die Methode wird z.B. zur Schmerzbekämpfung nach Schulteroperationen oder beider Behandlung einer Schultersteife eingesetzt.

Intervall: Abkürzung für Rotatorenintervall oder siehe auch Intervallregion.

Intervallregion: Region vorne oben an der Schulter. Sie liegt in der Tiefe angrenzend an das Schulterhauptgelenk und wird oben vom Supraspinatusmuskel begrenzt sowie unten vom Subscapularismuskel. Man bezeichnet sie auch als Rotatorenintervall.

interventioenelle Schmerztherapie = Spritzenbehandlung an der Wirbelsäule. Sie wird an der Halswirbelsäule angewandt, wenn die Schulterschmerzen von dort stammen.

intertendinös: "zwischen den Sehnen liegend "

intraartikulär: im Gelenk

intrakapsuläre Chondromatose: Erkrankung der Gelenkschleimhaut in einem Stadium, wo die sich entwickelnden freien Gelenkkörper noch an der Gelenkkapsel kleben.

intraossäres Ganglion: Hohlraum, meistens im Oberarmkopf gelegen, der mit Flüssigkeit gefüllt und oft bedeutungslos ist.

intrasubstanzieller Riss: Riss mitten in der Sehne ( z.B. im Supraspinatusmuskel ).

intratendinös: In der Sehne liegend, z.B. Risse der Rotatorenmanschette können selten mitten in der Sehne liegen und bleiben lange Zeit unentdeckt.

intramedullary claw: Implantat zur Stabilisierung von Oberarmkopfbrüchen.

inverse Dekompression: Entlastung des Tunnels unter dem Schulterdach bei entsprechender Enge.

inverse Schulterprothese: siehe "Deltaprothese".

inverse Schulter-TEP: umgekehrt konstruiertes künstliches Schultergelenk. Weiteres dazu hier.

inverted pear: Umgekehrte Birnenform der Schulterpfanne, z.B. bei knöchernem vorderen Schulterpfannenabbruch im Rahmen von Schulterinstabilitäten.

ISK = interskalenärer Block / oder Katheter. Verfahren zur Betäubung der Schulter bei Operationen oder zur Behandlung der Schultersteife.

ISK-Anästhesie: siehe -> ISK

ISP: Abkürzung für „Infraspinatus“. Der hintere obere Muskel der Rotatorenmanschette. Siehe -> " ISP-Sehne "

ISP-Sehne: Infraspinatussehne. Eine Sehne / Muskel, welche zur Rotatorenmanschette gehört.

ISPK: siehe "ISPK-Anlage"

ISPK-Anlage: "intraskalenäre Katheterblockade". Örtliche Betäubung in der Halsregion in Form einer regionalen Betäubung der Schulter / des Armes zur Schmerzbehandlung und / oder Operation.



J:


Jobe Test: Klinischer Untersuchungstest an der Schulter zur Diagnose eines Impingementsyndromes.



K:


Kalkschulter: siehe -> Tendinosis calcarea

Kalottenfragment: Oberflächenbruchstück eines Oberarmkopfbruches.

Kapseldistension: Überdehnung der Schultergelenkkapsel.

Kapselhypertrophie: Verdickung der Schultergelenkkapsel, z.B. bei der Schultersteife.

Kapsel-Labrumläsion: Schaden an der vorderen Knorpelige der Schulterpfanne und deren Kapsel nach einer Ausrenkung der Schulter - auch als „Bankart Läsion“ bezeichnet.

Kapsel- und Labrumrekonstruktion: Naht der abgerissenen knorpeligen Schulterpfannenlippe bei einer Schulterinstabilität und nach einer oder mehreren Schulterausrenkungen.

Kapselmuster: Bewegungseinschränkung an der Schulter, infolge einer Schrumpfung der Schultergelenkkapsel. Klassischerweise sind kombiniert das Vorwärts- und Seitwärtsführen sowie die Aussendrehung eingeschränkt.

Kapselödem: Flüssigkeitsansammlung und Entzündung an der Schulterkapsel.

Kapselplastik: Siehe -> "Kapselshift"

Kapselplicatur: Siehe "Kapselshift"

Kapselraffung: Siehe -> "Kapselshift"

Kapselrelease: Oft arthroskopische Spaltung der Schultergelenkkapsel zur Beseitigung einer Schultersteife.

Kapselshift: Endoskopisch oder offen durchgeführtes OP Verfahren, in Form einer Kapselraffung, bei multidirektionalen Schulterinstabilitäten.

Kapsulitis: Entzündung der Schultergelenkkapsel, z.B. bei einer Schultersteife - als sog. adhäsive Kapsulitis.

Kapsulotomie: Kapselspaltung, z.B. sie kann bei der Behandlung der Schultersteife notwendig werden.

kaudal: Bedeutet " unten ". Eine kaudale Schulterinstabilität ist eine Ausrenkung der Schulter nach unten aus der Schulterpfannen heraus. Siehe auch: " inferior ".

Kerndekompression: Operatives Verfahren das bei Durchblutungsstörungen des Oberarmkopfes ( sog. Humeruskopfnekrose ) zum Tragen kommt. Zur Rettung des absterbenden Oberarmkopfknochen schafft man mit der Kerndekompression eine Druckentlastung und will derart das Absterben des Oberarmkopfes verhindern. Es wird auch als " Core decompression "bezeichnet.

Kernspintomogramm: Siehe -> " Kernspintomographie "

Kernspintomographie: Bildgebendes Untersuchungsverfahren z.B. zur Diagnose von Rotatorenmanschettenrissen, Durchblutungsstörungen / Nekrosen an der Schulter. Weiteres dazu lesen Sie hier.

KG: Abkürzung für "Krankengymnastik"

Klavikula: Schlüsselbein

Klavikulafraktur: Bruch des Schlüsselbeines

Klavikulektomie: Siehe -> Clavikulektomie

KM: Abkürzung für "Kontrastmittel", z.B. im Rahmen der Kernspintomographie der Schulter verabreicht.

KM Enhancement: Signalverstärkung bei Gabe von Kontrastmitteln im Rahmen der Kernspintomographie der Schulter

Knochenanker: Metall- oder bioauflösbare Schrauben / Dübbel, welche im Knochen fixiert werden und mit Fäden armiert sind. Man verwendet sie z.B., um Risse in der Rotatorenmanschette oder abgerissene Knorpellippen bei Schulterausrenkungen arthroskopisch / offen zu nähen.

Knochenmarködem: Flüssigkeitsansammlung im Knochen. Oft als Ausdruck des Frühstadiums einer Humeruskopfnekrose.

knöchernes Glenoid: knöcherne Schulterpfanne.

Knorpelabglättung: Siehe Knorpelglättung

Knorpelbesatz: Knorpelüberzug von Oberarmkopf und Schulterpfanne ( Glenoid ). Er kann beim Verschleiss der Schulter ( Omarthrose ) abreiben.

Knorpeldefekt: Verletzung oder örtlich begrenzter Abrieb auf der Knorpelfläche von Oberarmkopf oder Schulterpfanne.

Knorpelglatze: vollständiger Abrieb der Knorpelfläche, z.B. auf dem Oberarmkopf und / oder Schulterpfanne bei der Omarthrose ( Schulterverschleiss )

Knorpelglättung: Arthroskopisch operatives Verfahren, um die Entwicklung eines Schulterverschleisses hinauszuzögern.

Kopfkalotte: oberer Anteil des Oberarmkopfes, welcher z.B. bei Oberarmkopfbrüchen abbricht.

Kopfnekrose: Siehe " Humeruskopfnekrose "

corakoakromialer Bogen: Schulterdach, bestehend vorne aus dem Band ( Ligamentum coracoakromiale ) und oben sowie hinten aus dem knöchernen Schulterdach ( Akromion ).

korakoclavikuläres Gelenk: siehe: "coracoklavikuläres Gelenk"

korakohumerale Bänder: Siehe -> " coracohumerale Ligamente "

korakohumerale Ligamente: Siehe -> " coracohumerale Ligamente "

korakoclavikuläre Bänder: Siehe -> " coracoclavikuläre Bänder"

Korakoid: deutsch = Rabenschnabelfortsatz. Knöcherne Ausziehung des Schulterblattes vorne. An ihr setzen verschiedene Muskeln und Bänder an

Kranialisation: siehe -> Kranialisationstendenz

Kranialisationstendenz: Verlagerung des Oberarmkopfes nach oben, z.B. bei Defekten in der Rotatorenmanschette ( Sehnenrisse ).

kranioventral: vorne-oben gelegen

Krepitation nach Codmann: Reiben / Knacken in der Schulter, welches sich bei der klinischen Untersuchung durch den Arzt ertasten lässt.

Kryotherapie: Bedeutet Kältetherapie. Es ist ein nichtoperatives / konservatives Behandlungsverfahren, welches vor und nach Operationen an der Schulter eingesetzt wird, z.B. beim Impingementsyndrom, Rotatorenmanschettenrissen oder Schulterinstabilitäten.



L:


Labra: Mehrzahl von Labrum: der Knorpellippe am Schulterpfannenrand

labrale Verletzung: Riss der Knorpellippe am Schulterpfannenrand, z.B. bei Ausrenkungen der Schulter. Auch als sog. Bankart Läsion bezeichnet.

labrale Zyste: Hohlraum - meist flüssigkeitsgefüllt - in der Knorpellippe, welche den Rand der knöchernen Schulterpfanne bildet. Die labrale Zyste kann Ausdruck anderer krankhafter Zustände im Schultergelenk.

Labren: Knorpellippen an der Schulter. Mehrzahl von Labrum: Siehe auch dort.

Labrum: Knorpellippe, welche rund um die Schulterpfanne liegt und zur Stabilität der Schulter beiträgt. Näheres erfahren Sie hier. Der Begriff "Labrum" wird mehr von klinisch tätigen Ärzten verwandt. Der Begriff "Limbus" ist ein Begriff der Anatomen.

Labrumbumper: Gewebewall aus Knorpellippe und meistens auch der Schulterkapsel und stabilisierenden Bändern, welcher nach Ausrenkungen der Schulter im Rahmen einer Bankartoperation wiederhergestellt wird.

Labrumeinriss: Riss der Knorpellippe, meistens am vorderen oder oberen Schulterpfannenrand, was zu einer sog. Bankart Läsion ( vorne ) oder SLAP Läsion ( oben ) führt.

Labrum glenoidale: siehe -> " Labrum "

Labrum glenoidalis: siehe -> " Labrum "

Labrum infraglenoidale: -> Siehe " Labrum "

Labrumläsion: Siehe "Labrumschaden". Weiteres können Sie auch hier nachlesen.

Labrumlazerationen: Auffaserungen an der Knorpellippe

Labrumplastik: meist arthroskopische Operation zur Fixierung der Knorpellippe ( Labrum ) an ihren Ursprungsort, dem knöchernen Schulterpfannenrand. Wird bei Schulterinstabilitäten und nach Schulterausrenkungen angewandt.

Labrumrekonstruktion: Operative - meist arthroskopische - Rekonstruktion der Knorpellippe und Schulterkapsel nach Ausrenkungen der Schulter oder bei Schulterinstabilitäten.

Labrumrefixation: Arthroskopische oder offene Naht einer abgerissenen Knorpellippe bei Schulterausrenkungen.

Labrumriss: Riss der Knorpellippe, z.B. am vorderen Schulterpfannenrand. Er führt zu einer Schulterinstabilität und tritt nach Ausrenkungen der Schulter auf.

Labrumruptur: siehe -> Labrumriss

Labrumschaden: Umschreibung für eine Ablösung der knorpeligen Pfannenlippe oder eine degenerative Auffaserung, meist vorne unten an der Schulterpfanne. Sie tritt bei Ausrenkungen der Schulter auf und mündet öfter in einer Schulterinstabilität.

Labrumstrukturen: Knorpellipe an der Schulter. Siehe -> "Labrum"

Labrumverletzung: Einriss der Knorpellippe am Schulterpfannenrand nach Ausrenkungen der Schulter, welches zu einer Schulterinstabilität führt.

Labrumzotte: Ausfransung der Knorpelige am Schulterpfannenrand.

LACS: Abkürzung für: "laserassistierte Kapselschrumpfung", sie findet Anwendung bei Schulterinstabilitäten.

Läsion: Dt. = Beschädigung ( z.B. Rotatorenmanschettenläsion, Bankart Läsion, Hill Sachs Läsion )

Lag Zeichen: Gruppe von klinischen Untersuchungstests, um krankhafte Zustände an der Schulter festzustellen. Dazu gehören das Aussenrotations Lag Zeichen ( auch: external rotation lag sign ), das Drop Zeichen, Delta Extensions Lag Zeichen und Subscapularis Lag Zeichen, vor allem zum Nachweis von grösseren Defekten in der Rotatorenmanschette ( sog. Defektarthropathie ).

LASA Ankerschraube: Implantat zur Versorgung von Rissen und Defekten in der Rotatorenmanschette.

Latarjet Operation: Offene oder arthroskopische Operation zur Stabilisierung der Schulter. Ein Teil des Korakoides wird als Knochenblock versetzt, um die betroffene Schulter zu stabilisieren.

lateraler Clavikulasporn: Knöcherner Sporn am äusseren Ende des Schlüsselbeines. Er entsteht bei einem Verschleiss des Schultereckgelenkes und kann bei Schmerzen endoskopisch abgetragen werden.

laterales Clavikulaende: Das äussere Schlüsselbeinende, welches an der Bildung des Schultereckgelenkes beteiligt ist und beim Verschleiss am Schultereckgelenk arthroskopisch abgetragen wird.

Latissimus dorsi: Rückenmuskel, welcher am körpernahen Oberarm ansetzt und zur operativen Versorgung grosser Defekte der Rotatorenmanschette verwandt wird. Man das auch eine sog. Latissimus dorsi Transfer oder Latissimus dorsi Schwenklappen.

Lavage: Bedeutet "Spülung" eines Gelenkes, z.B. der Schulter bei Schulterinfektionen.

LA-Test: Abkürzung für : "Lokalanästhesietest". Man spritzt zu diagnostischen Zwecken ein örtliches Betäubungsmittel an die Schulter, um eine vermutet erkrankte Region kurzzeitig auszuschalten. Angewandt wird er z.B. zur Impingementdiagnostik oder schmerzhaften Verschleiss am Schultereckgelenk.

LBS: Abkürzung für: " lange Bizepssehne ". Weiteres können Sie hier nachlesen.

LBS Tendinitis: Entzündung der langen Bizepssehne.

LBS Tenodese: operative Ablösung der langen Bizepssehne ( LBS ) an ihrem Ursprungsort, bei Einklemmungen und chronischen Entzündungen sowie z.B. SLAP Läsionen, mit Wiederannähen der langen Beziehen vorne am Oberarmkopf.

LBS Tests: klinische Untersuchungstests für Erkrankungen an der langen Bizepssehne, z.B. Entzündungen der Bizepssehne, u.ä.

Lennie Test: Klinischer Untersuchungstest für Erkrankungen des Schulterblattes.

Lift-Off Test: Klinischer Untersuchungstest zur Erfassung krankhafter Zustände am Subscapularismuskel, wie, z.B. Risse oder Teilrisse.

Lig. : Abkürzung für "Ligament" = Band.

ligamentäre Läsion: Bandschaden, z.B. an der Schulterkapsel bei einer Schulterinstabilität.

Ligamentum coracoakromiale: siehe "Ligamentum corakoakromiale"

Ligamentum coracoakromiale: Band, welches den vorderen Anteil des Schulterdaches bildet und bei Impingementsyndromen der Schulter arthroskopisch oft zusammen mit einer Akromioplastik durchtrennt wird, um "Luft / Platz" im Tunnel unter dem Schulterdach zu schaffen.

Ligamentum glenohumerale: stabilisierendes Kapselband an der Schulter. Es gibt ein vorderes oberes, mittleres, unteres und unteres hinteres Kapselband. Schäden können zu einer Instabilität der Schulter führen.

Ligamentum glenohumerale inferius: unteres stabilisierendes Kapselband

Limbus: siehe unter "Labrum"

Limbusabriss: Abriss der Knorpellipe am Schulterpfannenrand bei eines Auskugelung der Schulter, sog. Bankart Läsion.

Limbus glenoidalis: Siehe -> " Labrum "

Limbusrefixation: Naht der Knorpellippe an der Schulter nach Schulterausrenkungen bzw. bei Schulterinstabilitäten.

Lipotalon: Cortisonpräparat, welches man ins Schultergelenk spritzt. Es findet beispielsweise Anwendung zur Behandlung des Schulterverschleisses.

Lippman Test: Klinischer Untersuchungstest an der Schulter, um krankhafte Zustände an der langen Bizepssehnen festzustellen.

Lithotripsie: siehe ESWT

Lithotrypsie: siehe ESWT

Loop Technik: Auch Naht Loop oder Suture Loop genannt. Nahttechnik z. B. für den arthroskopischen Verschluss von Rotatorenmanschettenrissen.

Ludington Test: Klinischer Untersuchungstest an der Schulter , um krankhafte Zustände an der langen Bizepssehne festzustellen.

Luxation: vollständige Ausrenkung / Auskugelung ( der Schulter ).

Luxatio: Auskugelung der Schulter.

Luxatio erecta: Auskugelung / Ausrenkung der Schulter nach oben. Das kommt sehr selten vor.

Luxationsereignis: Gelegenheit / Mechanismus bei der eine Schulter auskugelt / ausrenkt.



M:


Maffet Läsion: Untereinteilung für sog SLAP Läsionen, d.h. Risse an der Knorpellippe in Höhe des oberen Schulterpfannenpoles.

Magnetresonanztomografie: siehe "Magnetresonanztomographie"

Magnetresonanztomographie: Schichtbildverfahren bei dem die Schulter im Magnetfeld untersucht wird. Haupteinsatzgebiet an der Schulter sind Risse in der Sehne der Rotatorenmanschette, Auskugelungen der Schulter oder z.B. Durchblutungsstörungen am Oberarmkopf ( sog. Humeruskopfnekrose ).

malgaignische Impressionsfraktur: Bruch der Knochenoberfläche des Oberarmkopfes, welche gross und ausgedehnt ist, d.h. mehr 25% der Oberarmkopffläche ummfasst.

Margin convergence Technik: operative Nahttechnik für den Verschluss sehr grosser Defekte / Risse der Rotatorenmanschette.

Markraumödem: Flüssigkeitsansammlung im Oberarmkopf, z.B. hinten aussen als indirektes Zeichen einer Ausrenkung der Schulter.

Mason Allen Naht: Besonders reissfeste Nahttechnik zum Verschluss von Rotatoremmanschettenrissen.

Massendefekt: siehe "Massenruptur"

Massenruptur: Grosser Riss, d.h. gemeint ist in der Regel ein grosses Loch in der Sehnen / Muskel des Supraspinatus und Infraspinatusmuskels.

Mc Kenzie Zugang: oberer Operationszugang an der Schulter, z.B. angewandt beim Einbau von Schulter Cup Prothesen oder inversen Schulterprothesen.

Mc Laughlin Repair: Teilverschluss von Rissen der Rotatorenmanschette. Es ist ein arthroskopisch oder offen operatives Verfahren zur Behandlung von sehr grossen Defekten der Rotatorenmanschette, welche man nicht mehr vollständig, wegen ihrer Grösse und schlechten Gewebequalität, verschliessen kann. Man spricht auch von einem Mc Laughlin Verschluss oder einer Mc Laughlin Naht.

M. deltoideus: Abkürzung für -> "Musculus deltoideus", dem Schulterkappenmuskel.

mediolateral: von innen nach aussen

mediodorsal: nach unten innen hin

Medisack: Armschiene für die Ruhigstellung nach Schulteroperationen.

Mikrofrakturierung: Therapieverfahren zur Behandlung von Knorpelschäden an der Schulter. Knorpeldefekte werden gesäubert, geglättet und deren Boden angefrischt und eingekerbt - bis gewünschte Mikroblutungen auftreten und sich im Laufe mehrerer Monate Ersatzknorpel bildet.

MIPO: minimalinvasive Plattenosteosynthese, Einsetzen von Platten zur operativen Stabilisierung von Oberarmkopfbrüchen über kleine Hautschnitte.

M. infraspinatus: Siehe -> "Musculus infraspinatus"

Mini Open Repair: Offenes Operationsverfahren an der Schulter, welches über besonders kleine Schnitte durchgeführt wird. Es findet Anwendung bei Rissen der Rotatorenmanschette zwecks deren Naht.

Morgan Knotentechnik: arthroskopische Operationsverfahren zur Stabilisierung der Schulter nach Ausrenkungen.

Morgan Nahttechnik: arthroskopische Nahttechnik zur Behandlung von Schulterinstabilitäten.

M. supraspinatus: Siehe -> "Musculus supraspinatus"

Morbus Ollier: seltene angeborene Knochenkrankheit bei der sich mehrere Herde von sog. Enchondromen und Hämangiome im betroffenen Knochenabschnitt finden. Man spricht auch von einer Hemichondrodystrophie; das Längenwachstum der Extremitäten ist im Sinne einer Verkürzung gestört. In der Regel sind die Enchondrome gutartige Knorpelzelltumoren. Sie können aber bösartig entarten. An der Schulter ist in der Regel der Oberarmkopf und / oder Oberarmschaft betroffen.

MR: Abkürzung für Magnetresonanztomographie = Kernspintomographie. Siehe -> " MRT "

MRI: Englische Abkürzung für " magnetic resonance imaging ". Siehe: Kernspintomographie.

MRT: Abkürzung für: " Magnetresonanztomographie ". Siehe > Kernspintomographie, weiter oben.

MR-Tomografie: siehe -> Kernspintomographie

MR-Tomographie: siehe -> Kernspintomographie

MTI: Abkürzung für: "mikrotraumatische Instabilität". Mikrotraumen spielen insbesondere im ( Hochleistungs-) Sport eine wesentliche Rolle für Schulterschäden. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

multidirektional: Zu Deutsch "in mehrere Richtungen". Ein Begriff, den man für bestimmte Sonderformen der Schulterinstabilität verwendet, der sog. "multidirektionalen Schulterinstabilität"

Mumford Operation: endoskopische oder offene Abtragung des äusseren Schlüsselbeinendes bei Verschleiss am Schultereckgelenk.

M. deltoideus: Schulterkappenmuskel, Siehe "Musculus deltoideus"

musculotendinös: Den Muskel und die Sehne betreffend, z.B. an der Rotatorenmanschette der Schulter.

Musculus biceps brachii: Muskel am Oberarm, welcher an der Schulter entspringt und für die Beugung des Ellenbogens zuständig ist. Weiteres zu Erkrankungen des Bizepsmuskels erfahren Sie hier.

Musculus deltoideus: Schulterkappenmuskel. Weiteres zu den Muskeln der Schulter erfahren Sie hier.

Musculus infraspinatus: Muskel der Rotatorenmanschette. Er liegt hinten oben der Schulter auf. Weiteres zum Infraspinatus und den Muskeln der Schulter erfahren Sie hier.

Musculus subscapularis: Grosser Muskel an der Vorderseite der Schulter. Er gehört zur Rotatorenmanschette und sorgt für die Innenrotation.

Musculus supraspinatus: -> Siehe "Supraspinatus", unten. Ein Muskel dessen Sehne regelmässig von Defekten / Löchern, den sog. Rotatorenmanschettenrissen betroffen ist.

Musculus pectoralis major Transfer: Siehe " Pectoralis major Transfer "

Musculus teres minor: Muskel der Rotatorenmanschette, welcher hinten, an der Rückseite der Schulter, liegt.

Muskelatrophie: Verschmächtigung und Ausdünnung eines Muskels, z. B. bei Defekten der Rotatorenmanschette.



N:


Narkosemobilisierung: Siehe "Narkosemobilisation"

Narkosemobilisation: Passives Durchbewegen der betroffenen Schulter in Narkose, um diese wieder beweglicher zu machen. Veranlassung zur Narkosemobilisation ist eine bestehende Schultersteife des Patienten. Weiteres zur Narkosemobilisation erfahren Sie hier.

Needling: Ältere Methode zur Entfernung von Kalkdepots an der Schulter bei der sog. Tendinosis calcarea.

Neer-Plastik: Anderer Begriff / Synonym ) für "Akromioplastik", einer meist endoskopischen Operation zur Beseitigung einer Enge unter dem Schulterdach beim Impingementsyndrom.

Neer Shift: Siehe "T-Shift"

Neer Test: Klinisches Untersuchungsverfahren / Test zur Diagnostik eines Impingementsyndromes sowie Schleimbeutelentzündung ( Bursitis subakromialis ).

Neobursa: neugebildeter Schleimbeutel unter dem Schulterdach.

Nervus axillaris: wichtiger Nerv, welcher an der Schulter durch Achselhöhle verläuft und den Deltamuskel versorgt.

Neuraltherapie: Nichtoperatives Therapieverfahren zur Behandlung von Schultererkrankungen mittels Spritzentherapie.

NSAR: Abkürzung für "nichtsteroidale Antirheumatika". Gängige und häufig eingesetzte Medikamentengruppe zur nichtoperativen Behandlung von Schultererkrankungen. Siehe auch unter: "Antiphlogistika"

NSAD: Siehe "NSAR" oder unter "Antiphogistika"

Non Outlet Impingement: Engpassyndrom der Schulter infolge von Veränderungen an Strukturen, welche unter dem Schulterdach verlaufen.



O:


Oberarmkopfbruch: Siehe Humeruskopffraktur.

Oberarmkopffragment: knöchernes Bruchstück eines Oberarmkopfbruches.

Oberarmkopffraktur: Oberarmkopfbruch

Oberarmkopfnekrose: siehe: "Humeruskopfnekrose"

Oberarmverriegelungsmarknagel: Metall zur Fixation von Oberarmkopfbrüchen und Oberarmbrüchen.

oberes glenohumerales Band: Kaspelband, welches vorne oben die Schultergelenkkapsel verstärkt.

Oberflächenersatz: Künstliches Schultergelenk zur Versorgung eines Verschleisses an der Schulter, welches besonders knochensparend eingebaut wird.

O´Brien Test: Auch aktiver Kompressionstest genannt. Klinische Untersuchungsmethode zum Nachweis von Problemen am Schultereckgelenk, z.B. einem Verschleiss des Schultereckgelenkes. oder auch sog. SLAP Läsionen.

Ödem: Entzündliche Flüssigkeitsansammlung in der Schulteregion, z.B. an einer Sehne oder im Knochen des Oberarmkopfes.

ödematös: entzündlich aufgequollen, z.B. an einer Sehne wie der langen Bizepssehne.

offene Dekompression: operative Beseitigung einer Enge im Tunnel unter dem Schulterdach ( beim sog. Impingement ), nicht durch´s Schlüsselloch ( = arthoroskopisch / endoskopisch ), sondern über einen offenen operativen Schnitt ( sog offene Akromioplastik )

Os acromiale: siehe -> " Os akromiale "

Os akromiale: Das Os akromiale ist eine angeborene, verbliebene Fugenbildung im Schulterdach. Sie ist sehr selten und bereitet Schulterschmerzen.

Omalgie: Schulterschmerzen.

Omarthritis: Entzündung im Schultergelenk.

Omarthrose: unter Omarthrose versteht der Fachmann den Verschleiss im Schulterhauptgelenk.

Optiktrokar: Führungsstab zum Einführen der Endoskopiekamera.

Orthese: Orthopädietechnische Vorrichtung zur Führung der Schulter, beispielsweise nach Operationen, in Form einer Schulterabduktionsorthese, z.B. nach Nähten der Rotatorenmanschette.

Os acromiale: Siehe -> " Os akromiale "

Os akromiale: Angeborene und verbliebene Wachstumsfuge im Schulterdach ( Akromion ), welche dazu führt, daß der vordere Anteil des Schulterdaches als separater Knochen verbleibt.

OSD: Offene subakromiale Dekompression. Operation, welche beim Impingementsyndrom durchgeführt wird. Sie wird zunehmend durch die ASD = arthroskopisch subakromiale Dekompression abgelöst. Siehe auch : ASD.

ossäre Strukturen: Knöcherne Strukturen der Schulter.

osteochandrale Degeneration: Verschleiss im Schultergelenk, auch Omarthrose genannt.

Osteochondrose: Verschleiss an der Wirbelsäule, z.B. an der Halswirbelsäule, welcher Schmerzen in der Schulter verursachen kann.

Osteophyten: Knöcherne Randkantenausziehungen, beispielsweise am Oberarmkopf oder der Schulterpfanne beim Verschleiss des Schulterhauptgelenkes.

Osteophytenabtragung: Abtragung knöcherner Sporne, z.B. beim Verschleiss am Schultereckgelenk.

Osteophytenresektion: siehe " Osteophytenabtragung "

Osteotomie: Operative Durchtrennung eines Knochens, meist angewandt zur Stellungskorrektur / -verbesserung.

Overload: Konzept aus der Sportmedizin. Im Stadium des dynamischen Overload sind Schultererkrankungen noch durch nicht operative Massnahmen heilbar. Ist das Stadium des statischen Overload eingetreten, steht fast immer eine Schulteroperation an.

Outerbridge Klassifikation: Klassifikation zur Beschreibung des Ausmasses vom Knorpelabrieb im Schultergelenk.

Outlet Impingement: Engpassyndrom der Schulter infolge einer veränderten Architektur des Schulterdaches. Näheres können Sie hier nachlesen. Siehe auch: Non Outlet Impingement.

Outlet Aufnahme: Röntgenspezialaufnahme zur Darstellung der Enge unter dem Schulterdach beim sog. subakromialen Impingement.

Outlet View: Siehe -> Outlet Aufnahme.



P:


Painful arc: engl. Begriff. Zu deutsch = schmerzhafter Bogen.

Palm Up Test: Siehe " Speed Test ", unten.

Panalok Anker: Nahtanker zur arthroskopischen oder offenen operativen Naht von Rissen der Rotatorenmanschette.

partielle AC_Gelenksresektion: Teilweise Entfernung von Verschleiss am äusseren Schlüsselbeinende. Ein operativer Eingriff, den man bei einem Verschleiss am Schultereckgelenk durchführt.

Partial Eclipse: Name eines Schulterprothesensystems für den Oberflächenersatz.

Partialriss: Teilriss

Partialrekonstruktion: Teilverschluss eines grossen Massendefektes der Rotatorenmanschette.

Partialruptur: Teilriss, z.B. der Rotatorenmanschette.

partielle Bursektomie: teilweise endoskopische Entfernung des Schleimbeutels unter dem Schulterdach, z.B. bei der Akromioplastik.

partielle Retraktion: "teilweise zurückgezogen", z.B. der Sehnenrand eines Rotatorenmanschettenrisses.

PASTA Läsion: engl. Abkürzung für: "partial articular supraspinatus tendon avulsion"; zu deutsch: gelenkseitiger Teilriss der Rotatorenmanschette, und zwar an der Unterfläche des Supraspinatusmuskels

Patte: Klassifikation für Defekte in der Rotatorenmanschette, welche von dem französischen Orthopäden Didier Patte erstellt wurde.

Patte Test: Klinischer Schulteruntersuchungstest, um Risse und Defekte der Rotatorenmanschette zu diagnostizieren.

Paxinos Test: Klinische Untersuchungsmethode zum Nachweis von Problemen am Schultereckgelenk, z.B. einem Verschleiss des Schultereckgelenkes.

Pectoralis major: grosser Brustmuskel

Pectoralis major Ruptur: Riss des grossen Brustmuskels

Pectoralis major Transfer: Operativer Versatz des grossen Brustmuskels. Diese Operationstechnik wird an der Schulter beispielsweise zum Verschluss von grossen Rissen / Defekten der Rotatorenmanschette verwandt.

Peelback Test: Arthroskopische Untersuchungstechnik zum Nachweis von SLAP Läsionen.

Periarthropathie: auch Periarthritis oder PHS genannt. Ältere Klassifizierung für verschiedene Krankheitsbilder an der Schulter ( z.B. PHS calcificans, PHS adhäsiva, usw. )

Periarthropathia humeroscapularis: Siehe "Periarthropathie"

Periarthritis: siehe -> Periarthritis humeroscapularis

Periarthritis humeroscapularis: Siehe "Periarthropathie"

Periarthropathia calcarea: Kalkschulter. Weiteres hier.

periartikuläre Bursen: Schleimbeutel, welche um ein Gelenk herum liegen. An der Schulter sind es z.B. die Bursa subacromialis und subdeltoidea bzw. subcoracoidea ( siehe auch oben unter "Bursa )

Peritendinitis: Entzündung an und um eine Sehne herum, z.B. als Entzündung der langen Bizepssehne.

Perthes Hill Sachs Läsion: Siehe -> " Hill Sachs Läsion "

Pfannendysplasie: Sihe "Schulterpfannendysplasie"

Philos Platte: Metallplatte zum winkelstabilen Verschrauben von Oberarmkopfbrüchen.

PHN: proximaler Humerusnagel. Metall in Form eines Nagels, welcher mit Schrauben fixiert wird und zur Versorgung von Oberarmkopfbrüchen und Oberarmbrüchen dient.

PHS: bedeutet: Periarthropathia humeroscapularis; veraltete und unspezifische Bezeichnung für Schultererkankungen aller Art; häufig in der 80er Jahren benutzt.

PHS calcarea; veralteter Begriff für Kalkdepots / Kalkablagerungen an der Schulter. Siehe auch unter -> " Tendinosis calcarea "

Plexus brachialis: Nervengeflecht, welches von der Halswirbelsäule in den Schulter-/Arm-/Nackenbereich zieht.

Plexusanästhesie: Örtliches Betäubungsverfahren / Leistungsbetäubung zur Nachbehandlung von Schulteroperationen oder Schultersteifen.

Plicatur: Siehe " Kapselshift ".

Poland Syndrom: Missbildung des Armes, mit fehlendem oder verschmächtigtem Brustmuskel und fehlender oder verschmächtigt ausgebildeter Brust und Brustwarze; fast immer in Kombination mit einer Fehlbildung der gleichseitigen Hand; 1841 von dem englischen Chirurgen Poland beschrieben.

polycyklisch: mehrfache gerundet, z.B. im Kernspintomogramm sichtbare Zysten an der Schulter.

PopLok Anker: knotenloses Nahtsystem für die Rekonstruktion von Rissen der Rotatorenmanschette.

Port: Arthroskopisch operativer Zugangsweg über den die Endoskopiekamera bzw. das Arbeitswerkzeug plaziert wird. Auch Portal oder Zugang genannt.

Portal: arthroskopisch operativer Zugangsweg zur Schulter.

posterior: Bedeutet "hinten". Posteriore Schulterinstabilitäten sind Ausrenkungen des Schultergelenkes nach hinten. Siehe auch: " dorsal ".

posterosuperior: "oben-hinten" gelegen. Umschreibung für die Lage von Defekten / Löchern in der Rotatorenmanschette.

posterosuperiorer Rotatorenmanschettendefekt: Sehnendefekt / -riss hinten oben an der Schulter und unter Beteiligung z.B. vom Supraspinatus- und Infraspinatusmuskel, selten auch des Tores minor Muskels.

post KM: nach Gabe von Kontrastmittel, z.B. Gadolinium an der Schulter bei der Kernspintomographie.

Processus coracoideus: Knöcherne Ausziehung des Schulterblattes an dessen Vorderoberseite. Zu Deutsch auch: Rabenschnabelfortsatz.

Promos: Schulterprothesensystem, welches man z.B. bei Verschleiss an der Schulter zur operativen Versorgung ( Einbau eines künstlichen Gelenkes ) verwendet.

protrahierter Schulterblattstand: nach vorne stehendes Schulterblatt

proximale Humerusfraktur: körpernaher Oberarmbruch bzw. Oberarmkopfbruch.

Prozessus coracoideus: Siehe -> Processus coracoideus.

Pseudoparalyse: wörtlich: scheinbare Lähmung, d.h. eine Lähmung ( z.B. der Armbeweglichkeit ) nicht infolge eines Nervenschadens, sondern durch einen Riss ( z. B. frischen Rotatorenmanschettenriss ). Eine Pseudoparalyse ist z.B. eine mögliche Folge eines traumatischen Risses der Rotatorenmanschette und tritt meistens sehr schnell nach einem Sturz mit einem solchen Sehnenriss auf. D.h. der betroffene Arm kann gar nicht mehr gebraucht werden.

pseudoradikuläre Brachialgie: Schmerzen im Arm, welche durch einen Verschleiss an der Halswirbelsäule zustandekommen - ohne dass eine Nervenwurzel der Halswirbelsäule betroffen ist. Sie machen sich als Schulter-, Nacken- und / oder Armschmerzen bemerkbar.

pseudoradikuläres Schmerzsyndrom: Siehe "Pseudoradikuläre Brachialgie"

PSI: auch 3D PSI genannt; Abkürzung für entweder: „patientenspezifische Instrumentierung“ oder „patientenspezifische Implantate“. Beide werden in der Regel im 3D Druck hergestellt und spielen eine Rolle beim Einbau von Schulterprothesen.

PSI Verband: Verband zur Ruhigstellung der Schulter, z.B. nach einer arthroskopischen operativen Stabilisierung.

Pulley: Führungsapparat der langen Bizepssehne an deren Abgang im Gelenkbereich in Richtung Oberarmschaft. Der Pulley wird von verschieden Weichteilstrukturen gebildet ( Muskeln und Bänder an der Schulter )

Pulley Läsion: Beschädigung des Führungsapparates der langen Bizepssehne, etwa auf Höhe von deren knöcherner Gleitrinne

Purisole.

Push Lock Anker: Endoskopische Nahtanker zur Fixierung einer gerissenen Rotatorenmanschette. Die Push Lock Anker werden arthroskopisch eingebracht.

Pushlocanker: siehe Push Lock Anker



R:


RDA: Abkürzung für "Rotatorenmanschettendefektarthropathie". Siehe: "Defektarthropathie"

Reacromioplastik: siehe -> " Reakromioplastik "

Reakromioplastik: Erneute Durchführung einer Akromioplastik an der Schulter - nach erfolgloser Erstoperation. Ein fast immer arthroskopisch durchgeführter Eingriff, um eine Enge unter dem Schulterdach bei einem Impingementsyndrom zu beseitigen.

Rearthroskopie: Erneute Spiegelung eines Gelenkes, z.B. der Schulter, nachdem mindestens eine Gelenkspiegelung vorausgegangen ist.

Recessus: Aussackung

Recessus axillaris: Aussackung der Schultergelenkkapsel nach unten in die Achselhöhle hinein.

Recessus caudalis: "untere Gelenkaussackung". Damit ist die Achselhöhle gemeint. Siehe auch: "Recessus axillaris"

Recessus subcoracoideus: Schulterkapseltasche / Gelenktasche, welche unter dem Rabenschnabelfortsatz ( Coracoid ) liegt.

Re-Dekompression: erneute Akromioplastik an der Schulter, d.h. Zweitoperation nach einer ersten Akromioplastik wegen eines Impingementsyndromes.

regionaler Schmerzkatheter: Betäubungsverfahren an der Schulter zwecks Operation oder Schmerztherapie.

Reizerguss: Entzündlicher Gelenkerguss in der Schulter, der mittels Ultraschall oder Kernspintomographie sichtbar wird.

Reizsynovialitis: entzündete und gereizte Gelenkschleimhaut in der Schulter.

Reizsynovitis: siehe Synovitis und Reizsynovialitis

Reklination: Rückwärtsführen des Armes in der Schulter - auch Extension genannt.

Reluxation: Erneute / wiederholte Schulterausrenkung

Reluxationsrisiko: Risiko des Auftretens einer weiderholten / erneuten Schulterausrenkung.

Remplissage: arthroskopisches Operationsverfahren zur Behandlung von Schulterinstabilitäten. Bei ausgeprägteren Knochenverlusten, hinten aussen am Oberarmkopf, wird die Sehne des Infraspinatusmuskels in den Knochendefekt, zwecks Deckung, genäht. Weitereführende Informationen zur Remplissage finden Sie hier.

Rent Zeichen: Untersuchungsbefund, welcher auf einen Rotatorenmanschettenriss hinweist.

Reposition: Einrenkung eines Gelenkes, beispielsweise der Schulter bei einer Ausrenkung.

Repositionsmanöver: Vorgehen zwecks Einrenken einer ausgerenkten / ausgekugelten Schulter.

Resektion Discus: operative Entfernung einer Knorpelscheibe aus dem Gelenkspalt, z. B. arthroskopisch ( durch´s Schlüsselloch ) am Schultereckgelenk, wenn dort Verschleiss vorhanden ist ( sog. laterale Clavikularesektion ).

Reruptur: erneuter Riss, z.B. der Rotatorenmanschette nach vorausgegangener Naht / Rekonstruktion.

Resorptionszyste: kleine Hohlräume im Oberarmkopf, sichtbar im Kernspintomogramm, CT oder Röntgen der Schulter - meistens ohne wesentliche Bedeutung.

Restbursektomie: vollständige Entfernung noch verbliebener Schleimbeutelreste unter dem Schulterdach.

Restimpingement: verblieben Restenge im Tunnel unter dem Schulterdach nach einer zuvor durchgeführten Operation in Form einer Akromioplastik.

retrahiert: zurückgezogen, verkürzt.

Retraktion: Es bedeutet soviel wie "Zurückziehen". Gebraüchlich ist der Begriff der Retraktion für das Zurückziehen der Sehne des Supraspinatusmuskels, z.B. bis auf das Niveau des oberen Schulterpfannenrandes, im Rahmen von Rissen und Defekten der Rotatorenmanschette.

Retrocoracoidal: "hinter dem Coracoid ( = Rabenschnabelfortsatz des Schulterblattes )".

retrocoracoidale Dekompression: arthroskopische Erweiterung einer Enge hinter dem Rabenschnabelfortsatz ( Coracoid )

Reversed Hill-Sachs-Läsion: umgekehrte Hill-Sachs-Delle als Ausdruck / indirektes Zeichen einer hinteren Schulterausrenkung.

Revisions-Arthroskopie: erneute Spiegelung des Schultergelenkes nach einer zuvor bereits durchgeführten Arthroskopie der Schulter, meistens mit dem Ziel verbliebene Probleme zu beseitigen.

Retroversion: Rückwärtsführen des Armes in der Schulter - auch Streckung oder Extension genannt.

Rezessus axillaris: untere, achselhöhlenseitig, Aussackung der Schultergelenkkapsel.

rezidivierende Luxationen: Wiederholte Ausrenkungen der Schulter. Näheres dazu erfahren Sie hier.

Rezidivimpingement: Erneutes Auftreten einer Enge unter dem Schulterdach, dem sog. Impingementsyndrom.

Rhabdomyolyse: Auflösung quergestreifter Muskulatur an der Schulter ( aber auch an anderer Skelett- und Herzmuskulatur oder Zwerchfell ), z.B. am Deltamuskel im Schulterbereich. Gifte, Krampfanfälle, Medikamente uvm. können eine Rhabdomyolyse auslösen.

Rhomboidei Muskeln: Rückenmuskeln zwischen den Schulterblättern, welche das Schulterblatt heranziehen

Rissläsion: Beschädigung durch einen Riss der Rotatorenmanschette.

RM: Abkürzung für "Rotatorenmanschette"

RM Debridement: Glättung von Teilrissen der Rotatorenmanschette.

RMR: Abkürzung für " Rotatorenmanschettenruptur ".

RM-Ruptur: Abkürzung für "Rotatorenmanschettenriss"

Rockwood Klassifikation: Klassifikation für Sprengungen des Schultereckgelenkes. Siehe auch: Tossy Klassifikation

Rockwood III Verletzung: drittgrasige Schultereckgelenksprengung mit einem vollständigen Höhertreten des äusseren Schlüsselbeinendes und nur vertikaler Instabilität.

Rotatoren: Abkürzung für die Muskeln und Sehnen der Rotatorenmanschette.

Rotatorenansatzsehne: Siehe Rotatorenmanschette.

Rotatorenintervall: Zone der vorderen oberen Schulterkapselregion zwischen Subscapularis- und Supraspinatusmuskel. Die Kapsel / Muskulatur an der Schulter ist hier am dünnsten.

Rotatorenmanschette: Die Muskel- / Sehnengruppe, welche die Schulter umgibt. Sie besteht aus dem Supraspinatus, Infraspinatus, Subscapularis- und Teres minor Muskel, ermöglicht die Bewegung des Armes in der Schulter und ist öfter von Rissen betroffen.

Rotatorenmanschettenauffaserungen: Zerfaserungen der Sehne der Schultermuskeln, z.B. im Rahmen eines Impingementsyndromes infolge Druck auf die Sehne unter dem Schulterdach.

Rotatorenmanschette: Muskelmanschette, die die Schulter umgibt. Sie sorgt für die Zentrierung des Oberarmkopfes in der Pfanne und ermöglicht Bewegungen der Schulter / des Armes. Sie besteht aus vier Muskeln: dem Supraspinatus, Infraspinatus, Teres minor und Subscapularismuskel. Viele Risse finden sich in Supraspinatusmuskel.

Rotatorenmanschettenanfrischung: operatives Vorgehen bei dem man die ersten Millimeter des Sehnenstumpfes abträgt bis u.U. kleine Blutungen entstehen, welches der Heilung der operativen Naht förderlich ist.

Rotatorenmanschettenansatz: Zone wo die Sehnen der Rotatorenmanschette in den Knochen des Oberarmkopfes einstrahlen. In diesem Bereich finden sich regelmässig Rotatorenmanschettenrisse.

Rotatorenmanschettenbeschädigung: Defekt in den Sehnen der Schulter.

Rotatorenmanschettendebridement: arthroskopische Glättung der Rotatorenmanschette, z.B. bei Teilrissen.

Rotatorenmanschettendefekt: Siehe -> Rotatorenmanschettenriss.

Rotatorenmanschettenintervall: Region zwischen dem Oberrand es Subscapulrismuskels und dem Vorderrand des Supraspinatusmuskels, vorne oben an der Schulter gelegen.

Rotatorenmanschettenläsion: siehe Rotatorenmanschettenrisse.

Rotatorenmanschettenmuskulatur: schulterumgebende Muskeln.

Rotatorenmanschettenstumpf : Riss- bzw. Defektende der kaputten Sehnen der rotatorenmanschette.

Rotatorenmanschetten-Refixierung: Naht / operativer Verschluss eines Loches in der Rotatorenmanschette.

Rotatorenmanschettenrekonstruktion: Operationsverfahren zum Verschluss von Rissen und Defekten in der Rotatorenmanschette.

Rotatorenmanschettenriss: Riss / Defekt in der / den Sehnen, welche die Schulter umgeben.

Rotatorenmanschettenmassenruptur: Grosser Defekt / Riss in den Sehnen / Muskeln der Rotatorenmanschette. Weiteres dazu erfahren Sie hier.

Rotatorenmanschettenmuskulatur: die tiefe Muskel- und Sehnenschicht der Schulter. Dazu zählen der Subscapularismuskel ( vorne ), der Supraspinatusmuskel ( vorne oben ), der Infraspinatusmuskel ( hinten oben ) und der Teres minor Muskel ( hinten ).

Rotatorenmanschettennadelung: Stichelung der Rotatorenmanschette zur Behandlung / Beseitigung von Kalklablagerungen an der Schulter.

Rotatorenmanschetttennaht: operativer Verschluss eines Loches in der Sehne der Rotatorenmanschette, entweder endoskopisch oder offen operativ durchgeführt.

Rotatorenmanschettenreinsertion: Operative - offene oder endoskopische Naht - der Sehnen an der Schulter, bei einem Riss.

Rotatorenmanschettenrekonstruktion: Aufwändige operative Wiederherstellung eines Defektes / Risses in den Muskeln und Sehnen der Schulter.

Rotatorenmanschettenruptur: Siehe -> Rotatorenmanschettenriss.

Rotatorenmanschettenreruptur: erneuter Riss einer Sehne der Rotatorenmanschette, nachdem zuvor bereits eine operative Naht durchgeführt wurde

Rotatorenmanschettenschaden: siehe -> Rotatorenmanschettenriss.

Rotatorenmanschettensehnen: Sehnen vom Supra-, Infraspinatus-, Subscapularis- und Teres minor Muskel.

Rotatorenmanschettenteilruptur: Teilriss in der Rotatorenmanschette.

Rotatorenmanschettensehnen: Sehnen, welche die zur Rotatorenmanschette gehören und die Schulter des Menschen umgeben. Schäden in Form von Defekten oder Rissen sind ein typisches Erkrankungsbild / Verletzungsbild an der Schulter.

Rotatorenrefixation: Naht der Muskeln und Sehnen an der Schulter bei einer gerissenen Rotatorenmanschette. Weiters finden Sie dazu hier.

Rotatorenriss: siehe Rotatorenmanschettenriss.

Rotatorenruptur: Riss in einer oder mehrerer der Sehne der Rotatorenmanschette.

Rotatorensyndrom: Siehe -> " Rotatorenmanschettenriss ".

Rotatorenmteilmanschettenruptur: siehe -> " Rotatorenmanschettenteilruptur "

Ruptur: Riss. An der Schulter sind meistens Risse in der Rotatorenmanschette gemeint.

Rupturkritierien: Kennzeichen eines Risses, z.B. an der Schulter bei den sog. Rotatorenmanschettenrissen.



S:


SAD: Abkürzung für -> " subakromiale Dekompression ". Damit ist die sog. Akromioplastik gemeint. Diese Operation wird zur Behandlung des Impingement an der Schulter durchgeführt. Siehe auch : "ESD".

SAPHO Syndrom: rheumatische Erkrankung. Im Schulterbereich fällt sie insbesondere wegen Schwellungen am inneren Schlüsselbeinende auf. Sie verursacht aber mehrere weitere Probleme.

SA Raum: Abkürzung für "Subakromialraum " , dem Tunnel unter dem Schulterdach wo sich das Impingement an der Schulter abspielt.

SAS: Abkürzung für: "Subakromialsyndrom". Siehe auch: "Impingement".

SAS calcarea: Siehe -> "Tendinosis calcarea" oder "SAS"

SAS destructiva: zerstörendes Schulterarmsyndrom. Nicht mehr gebräuchliche Diagnosebegrifflichkeit aus den 80er Jahren.

SAS simplex: Siehe "SAS" bzw. unter Impingement.

Scalenusblock: örtliches Betäubungsverfahren, sog. Regionalanästhesie, um Operationen an der Schulter durchzuführen oder Nachbehandlungen / Schmerztherapien.

Scapula: Schulterblatt, siehe: "Skapula"

Scapula alata: wörtlich "das flügelförmig abstehende Schulterblatt". Eine eigenständige Erkrankung, die durch unterschiedliche Ursachen zustandekommt.

Scapulaanteile: Anteile des Schulterblattes

Scapula Pattern: Siehe "Skapula Pattern"

Scapulapfanne: Schulterpfanne, Hauptanteil des Schultergelenkes, neben dem Oberarmkopf.

Scapula Settings: siehe: Skapula Settings

Scapulaspitze: Unterrand des Schulterblattes

scapulohumerale Muskeldystrophie: Erkrankung der Muskulatur der oberen Gliedmassen und Schultern, welche zu einer Verschmächtigung und meist erheblichen Beeinträchtigung der Muskeln führen kann.

SCG: Abkürzung für "Sternoclavikulargelenk". Die gelenkige Verbindung zwischen innerem Schlüsselbeinende und Brustbein. Eines der Nebengelenke der Schulter.

schaftfreie Schulter-TEP: schaftfreie Schulterprothese. Kleinere künstlicher Gelenkersatz an der Schulter, z.B. bei Schulterverschleiss. Weiteres zur schaftfreien Schulterprothese erfahren Sie hier.

Schallauslöschung: Phänomen bei der Ultraschalluntersuchung / Sonographie der Schulter zwecks Nachweis von Kalkdepots bei der Tendinosis calcarea.

Schlüsselbeinfraktur: Bruch des Schlüsselbeines.

Schlottergelenk: Allgemeine Bezeichnung für eine instabiles Gelenk des menschlichen Körpers, z.B. an Schulter, Knie oder Sprunggelenk. Siehe auch: Schulterinstabilitäten.

schmerzhafter Bogen: Untersuchungsverfahren zur Feststellung eines Impingement bzw. Verschleisses am Schultereckgelenk.

schmerzhafte Schultersteife: Siehe -> Schultersteife.

Schulterabduktionskissen: Lagerungsschiene für die Schulter, z.B. nach Operationen. Dabei wird der Arm in Abspreizung ( Abduktion ), zwecks Entlastung, auf der Schiene gelagert.

Schulterarmbandage: Verband zur Ruhigstellung der Schulter / des Armes.

Schulter-Arm-Bandage: siehe " Schulterarmbandage "

Schulter Arm Syndrom: Oberbegriff und unspezifische Bezeichnung für Schultererkrankungen aller Art.

Schulter Arm Schmerzen: Schmerzen im Bereich einer Schulter, mit Ausstrahlung in den Nacken bzw. den Arm, u.U. bis in die Finger.

Schulterarthroskopie: Spiegelung des Schultergelenkes. Weiteres dazu erfahren Sie hier.

Schulterblattkrachen: ein schmerzhaftes Reiben / Knacken / Springen / Schnappen am Schulterblatt. Weiteres dazu erfahren Sie hier.

Schulterdachplastik: anderes Wort für eine "Akromioplastik". Damit ist die operative Beseitigung einer Enge im Tunnel unter dem Schulterdach gemeint. Weiteres dazu hier.

Schulterdislokation: Siehe "Schulterluxation".

Schultereckgelenk: Das Nebengelenk an der Schulter, welches oberhalb des Schulterhauptgelenkes liegt und vom Schulterdach und dem äusseren Schlüsselbeinende gebildet wird.

Schultereckgelenksarthrose: Verschleiss am Schultereckgelenk, und zwar in Höhe des äusseren Schlüsselbeinendes.

Schultereckgelenksresektion: Entfernung von Verschleiss am äusseren Schlüsselbeinende, meist endoskopisch durchgeführt. Veranlassung dazu ist bei Schmerzen infolge eines Verschleisses am Schultereckgelenk gegeben.

Schultereckgelenksprengung: Verletzung des Gelenkes zwischen dem äusseren Schlüsselbein und Schulterhöhe ( Akromion ).

Schultereckgelenksraum: Gelenkspalt des Schultereckgelenkes, welcher öfter von Verschleiss betroffen ist.

Schulterempyem: Schulterinfektion. Vereiterung des Schultergelenkes. Weiteres dazu erfahren Sie hier.

Schulterendoprothetik: Gebiet der Schulterchirurgie, welches sich mit dem Einbau künstlicher Schultergelenke befasst.

Schulterengpassyndrom: siehe "Impingement".

Schulterfraktur: Knochenbruch im Bereich der Schulter

Schulterfrakturprothese: künstliches Schultergelenk, welches nach einem Unfall / Oberarmkopftrümmerbruch eingebaut wurde.

Schultergelenkkavum: Gelenkbinnenraum der Schulter.

Schultergelenkseinsteifung: siehe -> Schultersteife.

Schultergelenksendoprothese: künstliches Schultergelenk.

Schultergelenksluxation: Ausrenkunf der Schulter.

Schultergelenksorthese: orthopädietechnische Schiene zur Ruhigstellung der Schulter nach Verletzungen oder Operationen an der Schulter.

Schultergelenksreizerguss: Flüssigkeit im Schulterhauptgelenk als Ausdruck eines Reizzustandes im Gelenk.

Schultergelenkssteife: -> siehe Schultersteife.

Schultergelenksrezessus: untere Kapseltasche, Aussackung der Schultergelenkkapsel in der Achselhöhle.

Schultergelenkstotalendoprothese: künstliches Schultergelenk.

Schultergürtel: Region beider Schultern

Schultergürtelmobilisation: Krankengymnastik / Physiotherapie für die Region beider Schultern zwecks Mobilisation und Verbesserung der Beweglichkeit, z.B. mit Techniken der manuellen Medizin.

Schulterhochstand: schmerz- oder haltungsbedingter Hochstand einer erkrankten Schulter.

Schulterhorn: nicht wissenschaftlich evaluiertes Trainingsgerät für Schulterbeschwerden.

Schulterinfiltration: Spritzentherapie an / in die Schulter.

Schulterinstabilität: Der Oberarmkopf hat in der Schulterpfanne eine krankhaft vermehrtes Gelenkspiel. Er tritt aus der Gelenkpfanne - je nach Bewegung - zu weit heraus.

Schulterkappenprothese: siehe "Cup Prothese".

Schulterkompartiment: Schulterbereich, Schulterabschnitt.

Schulterkontraktur: Schultersteife. Weiteres dazu erfahren Sie hier.

Schulterluxation: Ausrenkung des Schultergelenkes. Weiteres dazu erfahren Sie hier.

Schultermobilisation in Narkose: auch Narkosemobilisation genannt. Bewährtes Verfahren zur Behandlung einer Schultersteife bei dem der betroffenen Arm und Schulter in Narkose durchbewegt werden, mit dem Ziel die Beweglichkeit zu verbessern.

Schulter MR: Magnetresonanztomographie der Schulter, d.h. es ist eine Kernspintomographie der Schulter ( Schichtbildverfahren ) gemeint.

Schulterpfannendysplasie: Angeborene Fehlform der Schulterpfanne, welche zur Entwicklung einer Schulterinstabilität beiträgt und ggf. zu einem frühzeitigen Verschleiss der Schulter führt.

Schulter-Reluxationen: erneute / wiederholte Ausrenkungen der Schulter. Weiteres dazu hier.

Schulterreposition: Siehe -> " Reposition ".

Schultersono: Abkürzung für die Ultraschalluntersuchung an der Schulter.

Schulterspule: Regelmässig eingesetztes Hilfsmittel bei der Kernspintomographie der Schulter um Bilder der Schulter anfertigen zu können.

Schulterstabilisation: meist endoskopisch, manchmal offene, Operation zur Stabilisierung einer instabilen Schulter.

Schultersteife: Eigenständige Erkrankung der Schulter mit Einsteifung und Schmerzen des Schultergelenkes.

Schulterteilsteife: Bewegungseinschränkung der Schulter in Teilen.

Schulter-TEP-Implantation: Einbau eines künstlichen Schultergelenkes.

SCP: Abkürzung für "Subscapularis", einem Muskel der an der Vorderseite der Schulter liegt.

Sehnenretraktion: Rückzug der Rissränder der Rotatorenmanschette.

Sehnenteilruptur: Teilriss einer Sehne, z.B. an der Rotatorenmanschette der Schulter.

sekundäres Subakromialsyndrom: Enge im Tunnel unter dem Schulterdach aufgrund anderer Erkrankungen, z.B. bei einer Schulterinstabilität. Siehe auch: Impingement.

Serratus anterior: seitlicher Brustkorbmuskel, welcher das Schulterblatt führt. Bei einer Lähmung des Serratus anterior entsteht eine Scapula alata ( abstehenden Schulterblatt )

SG: Abkürzung für "Schultergelenk"

SGL: superiores glenohumerales Ligament. Ein Band vorne oben in der Schulter an der Innenseite der Schultergelenkkapsel gelegen.

Shaver: Arthroskopiewerkzeug. Es dient zum Abtragen von Sehnen-, Band- oder Knochengewebe an der Schulter und wird beispielsweise bei der Akromioplastik eingesetzt.

Shaverinstrumentarium: Werkzeuge für das Operieren durch´s Schlüsselloch. Sie werden eingesetzt, um Weichteilgewebe oder z.B. Knochen abzutragen.

Sick Scapula: Scapula ist der englische Begriff für das Schulterblatt. Das Konzept des "kranken Schulterblattes" spielt insbesondere für Schäden im Sport eine Rolle.

Signalalterationen: Veränderungen des Signales Bildes im Kernspintomogramm, z.B. an der Supraspinatussehne.

Simpliciti: schaftloses / schaftfreies Schulterprothesensystem.

Sixter: Nahtinstrument, welche z.B. bei Operationen an der Knorpellippe der Schulter nach Schulterausrenkungen - zur Stabilsierung - eingesetzt wird.

Skapula: Schulterblatt.

Skapula alata: das abstehende Schulterblatt. Weiteres dazu hier ...

Skapula Pattern: Physiotherapeutische Übungen für das Schulterblatt, welche zur PNF ( propriozeptive neuromuskuläre Faszilitationen = therapeutische Übungen auf neuromuskulärer Basis ) gehören

Skapula Settings: Physiotherapeutische Übungen für das Schulterblatt, welche zur PNF ( propriozeptive neuromuskuläre Faszilitationen = therapeutische Übungen auf neuromuskulärer Basis ) gehören.

skapulothorakaler Rhythmus: Gleichgewicht der Nerven- / Muskelverschaltung im Bereich des Schultergürtels und des Schulterblattes. Der Bewegungsablauf des Schulterblattes.

skapultothorakale Dysbalance: Ungleichgewicht der Nerven-/ Muskelverschaltung in der Region des Schultergürtel und Schulterblattes, z.B. bei Schulterinstabilitäten.

Sklerose: Verdichtung des Knochens, z.B. bei Verschleiss an der Schulter.

Skype: englischer Begriff für Endoskop / Arthoroskop = Kamera, um bei einer Schulterarthroskopie in das Schultergelenk zu schauen.

SLAP Läsion: Einriss der Knorpellippe am oberen knöchernen Schulterpfannenrand.

SLAC Läsion: Abkürzung für " superior labrum anterior cuff ". Damit ist eine SLAP Läsion gemeint, d.h. ein Abriss der Knorpellippe am Oberrand der Schulterpfanne, in Verbindung mit einem Teilriss der Sehne des Supraspinatusmuskels an dessen Unterfläche.

Softspot: Eingangspunkt für das Schulterarthroskop. An dieser Stelle wird der Schnitt plaziert um mit dem Endoskop bei der Schulterarthroskopie einzugehen.

Sono Schulter: Abkürzung für die Ultraschalluntersuchung an der Schulter.

Sonographie: Utraschalluntersuchung der Schulter. Der Ultraschall wird zur Diagnostik, z.B. von Rissen der Rotatorenmanschette wie auch zur Therapie eingesetzt.

Speed Test: Klinischer Untersuchungstest zum Nachweis von Rissen in der Rotatorenmanschette und zur Feststellung krankhafter Zustände an der langen Bizepssehne.

Sprengel Deformität: angeborener ein- oder beidseitiger Schulterblatthochstand; benannt nach dem deutschen Ärzten Eulenberg bzw. Sprengel; oft kombiniert mit weiteren Fehlbildungen ( z.B. an der Niere oder Halswirbelsäule / Klippel Feil Syndrom )

Sprengelsche Deformität: Siehe -> Sprengel Deformität

SSC: Abkürzung für „Subscapularis ( -muskel )“. Der vordere tiefe Muskel an der Schulter. Er ist für die Innendrehung zuständig und man zählt ihn zur Rotatorenmanschette.

SSP: Abkürzung für: "Supraspinatus" - einem Muskel der Schulter.

SSP Partialruptur: Teilriss in der Sehne des Supraspinatusmuskels. Siehe auch: Rotatorenmanschettenrisse.

SSP-Sehne: Siehe -> " SSP "

SSS: Supraspinatussehne, siehe -> SSP.

SS-Sehne: Abkürzung für -> " Supraspinatussehne "

Stichinzision: stichförmiger Einschnitt der Haut, welche zwecks Einführen einer Arthroskopiekamera oder von Endoskopieinstrumenten angelegt wird.

Sternoclavikulargelenk: Gelenk zwischen innerem Schlüsselbeinende und Brustbein.

Stosswellentherapie: Siehe ESWT

subacromial: Unter dem Schulterdach gelegen.

subacromiale Bursektomie: siehe "subakromiale Bursektomie"

subacromiale Dekompression: siehe "subakromiale Dekompression" bzw. Akromioplastik.

subacromiale Konsolenbildung: Enge im Tunnel unter dem Schulterdach beim sog. Impingement der Schulter.

subaromiale Spornbildung: Spornbildung unter dem knöchernen Schulterdach beim sog. Impingementsyndrom.

subacromialer Anstiegswinkel: Umschreibung für die Neigung des Schulterdaches ( Akromion ), wesentlich z.B. beim Impingement der Schulter.

subacromialer Gleitraum: Tunnel unter dem Schulterdach. Dadurch läuft die Supraspinatussehne. Dort liegen Kalkdepots, Rotatorenmanschettenrisse und spielt sich das subacromiale Impingement der Schulter ab.

subacromialer Raum: Siehe -> " Subakromialraum "

subacromialer Sporn: Spornbildung an der Unterseite des Schulterdaches, meist vorne gelegen. Sie verursacht eine Impingement der Schulter, u.U. mit Riss in der Rotatorenmanschette.

subacromiales Debridement: endoskopisches Abtragen von entzündetem und verklebtem Gewebe im Tunnel unter dem Schulterdach, z.B. beim Impingementsyndrom oder Rotatorenmanschettenrissen.

subacromiales Defile: Enge unter dem Schulterdach = Impingement

subacromiales Impingement: Enge im Tunnel unter dem Schulterdach, welches zu Auffaserungen und Rissen der dort laufenden Sehnen an der Schulter führt.

subacromiales Syndrom: Enge im Tunnel unter dem Schulterdach - auch Impingement genannt. Weiteres dazu lesen Sie hier ...

subacromiale Stenose: Enge im Tunnel unter dem Schulterdach beim sog. subacromialen Impingement.

Subacromialraum: Siehe -> " Subakromialraum "

subacromiale Verwachsungen: Vernarbungen und Verklebungen im Tunnel unter dem Schulterdach, z.B. nach Operationen in Form einer Akromioplastik beim Impingementsyndrom.

subakromial: Siehe -> " subacromial "

subakromiale Adhäsionen: Verklebungen unter dem Schulterdach, z.B. nach Voroperationen an der Schulter.

subakromiale Bursektomie: Abtragen des Schleimbeutels unter dem Schulterdach - meistens arthroskopisch durchgeführt.

subakromiale Bursitis: Entzündung des Schleimbeutels unter dem Schulterdach - klassischerweise beim subakromialen Impingement.

subacromiale Dekompression: Siehe "subakromiale Dekompression" oder Akromioplastik.

subacromiale Enge: siehe -> subakromiale Enge.

Subakromialraum: Tunnel unter dem knöchernen Schulterdach, Hier spielen sich Schleimbeutelentzündungen und das Impingementsynrdom sowie Sehnenrisse der Rotatorenmanschette ab.

Subacromialsyndrom: Enge im Tunnel unter dem Schulterdach beim Impingement der Schulter.

subakromiale Denervierung: arthroskopisches Abtragen von Knochenhaut an der Unterfläche des Schulterdaches zwecks Schmerztherapie

subakromiale Glättung: meistens endoskopische operative Glättung von Teilrissen / Auffaserungen der Sehnen der Rotatorenmanschette im Tunnel unter dem Schulterdach ( Akromion ).

subakromialer Sporn: siehe "subakromialer Sporn"

subakromiale Bursektomie: Entfernung des Schleimbeutels unter dem Schulterdach ( Akromion ), arthroskopisch und meistens bei der Behandlung des Impingementsyndromes der Schulter durchgführt.

subakromiale Bursitis: Schleimbeutelentzündung unter dem Schulterdach.

subakromiale Dekompression: Schulteroperation, um eine Enge unter dem Schulterdach zu beseitigen. Weiteres dazu erfahren Sie hier. Siehe auch " Akromioplastik "

subakromiale Endoskopie: Spiegelung der Region des Tunnels unter dem Schulterdach.

subakromiale Enge: siehe "Impingement".

subakromialer Fettsaum: Fettgewebe im Tunnel unter dem Schulterdach

subakromialer Gleitraum: Siehe -> "Subakromialraum"

subakromiale Infiltration: Spritze in den Tunnel unter dem Schulterdach, meistens als Kombination von Cortison zusammen mit einem örtlichen Betäubungsmittel. Die subakromiale Infiltration findet z.B. Anwendung bei der nichtoperativen Behandlung eines Impingementsyndromes.

subakromiale Injektion: Siehe -> "subakromiale Infiltration"

subakromiale Spornbildung: siehe auch -> Impingement.

subacromiales Debridement: Säuberung des Tunnels unter dem Schulterdach ( Abtragung von entzündetem Gewebe, Verklebungen, etc. ).

subakromiales Impingement: Enge im Tunnel unter dem Schulterdach, welches zur Einklemmung der dort laufenden Sehnen und Schleimbeutel führt - auch Impingementsyndrom genannt.

subakromiales Schmerzsyndrom: siehe -> " subakromiales Impingement ".

subakromialer Raum: Siehe -> " Subakromialraum "

subakromialer Sporn: spitzzipfelige Ausziehung am vorderen Schulterdach, welche die Sehnen der Rotatorenmanschette langsam im Rahmen eines Impingement der Schulter zerstört und zu Sehnenrissen führt.

subakromiale Spornbildung: siehe Impingementsyndrom.

subakromiale Stenose: Enge im Tunnel unter dem Schulterdach bei sog. subakromialen Impingement

Subakromialraum: Sehr wichtige Zone ausserhalb und oberhalb des Schulterhauptgelenkes. Der Raum zwischen Schulterhöhe ( Akromion ) und dem Oberarmkopf. Der Subakromialraum beherbergt einen Schleimbeutel und die Rotatorenmanschette.

Subakromialsporn: spornförmige Ausziehung vorne unten am Schulterdach, welche den Tunnel unter dem Schulterdach einengt und zum Impingement führt.

Subakromialsyndrom: siehe -> "Subacromialsyndrom "

Subacromialsyndrom: Siehe -> Impingement.

subartikulär: "unter dem Gelenk", z.B. Engen knöcherne Verschleisskanten unter dem Schultereckgelenk den Tunnel der Sehne ein und tragen derart zu Einklemmungen bei.

subcapitale Humerusfraktur: Bruch des Oberarmes knapp unterhalb des Oberarmkopfes.

subcapitale Oberfraktur: Bruch des Oberarmkopfes.

subchondral: Bedeutet "unter dem Knorpel gelegen". Eine Begrifflichkeit, die man z.B. für die Beschreibung der Lage von Zysten im Knochen bei einem beginnenden Verschleiss an der Schulter verwendet.

subchondrale Zyste: siehe "subchondral"

subcoracoidal: Unter dem Rabenschnabelfortsatz ( Coracoid ) gelegen, z.B. Einklemmungen in Form eines subcoracoidalen Impingements.

subcoracoidales Impingement: Einklemmung mit Schulterschmerzen, und zwar unter dem Rabenschnabelfortsatz ( Coracoid). Weiteres dazu erfahren Sie hier.

subcoracoidaler Rezessus: Gelenkaussackung unter an der Vorderseite der Schulter, und zwar unter dem Rabenschnabelfortsatz ( Coaroid genannt ).

subcorikale Zyste: knöcherner Hohlraum unter der Knochenoberfläche, z.B. im Oberarmkopf als Zufallsbefund oder bei Schulterverschleiss.

subdeltoidal: Unter dem Deltamuskel gelegen.

subkapital: "unter dem Oberarmkopf gelegen", z.B. subkapitale Oberarmbrüche.

subkapitale Humerusfraktur: siehe -> " subcapitale Humerusfraktur "

subkapitale Oberarmmehrfragmentfraktur: siehe Oberarmkopfbruch

subkorakoidales Impingement: seltenere Form der Einklemmung an der Schulter, und zwar unter dem Rabenschnabelfortsatz ( Coracoid ). Weiteres dazu können Sie hier lesen.

subkortikale Resorptionszyste: meistens kleine bedeutungslose Hohlräume im Oberarmkopf, welche als Zufallsbefund auf Röntgen- oder Schichtbildern, wie dem MRT, gesehen und beschrieben werden.

Subluxation: Teilausrenkung, z.B. des Oberarmkopfes bei Instabilitäten der Schulter.

subpectorale Bizepstenodese: operative Fixierung der langen Bicepssehne an der Vorderseite des Oberarmschaftes und unterhalb der Sehnen vom grossen Brustmuskel ( Musculus pectoris major ). Weiteres dazu können Sie hier nachlesen.

subscapulär: unter dem Schulterblatt gelegen

Subscapularis: Vorderer Muskel der Rotatorenmanschette. Siehe auch "Rotatorenmanschette". Er ist für die Innendrehung notwendig.

Subscapularisruptur: Riss der Sehne vom Subscapularismuskeln an der Vorderseite der Schulter.

Subscapularissehne: Siehe -> " Subscapularis "

Subscapularissehnentransposition: Versatz des Sehnenansatzes vom Subscapulrismuskel an der Vorderseite der Schulter.

Subscapularisehnenverlängerungsülastik nach Matsen: operative Verlängerung der Sehne des Subscapularismuskels vorne an der Schulter, z.B. nach älteren hinteren Schulterausrenkungen oder im Rahmen Rahmen des Einbaus künstlicher Schultergelenke.

Subskapularis: siehe "Subscapularis".

Subskapularismuskel: siehe -> "Subscapularis

Subscapularisnaht: endoskopische oder offene operative Naht einer gerissenen Subscapularissehne an der Vorderseite der Schulter.

Subscapularissehne: Sehne des vorderen Muskels der Rotatorenmanschette an der Schulter.

Subscapularsehne: siehe -> Subscapularissehne

Subscapularistest: klinisches Untersuchungsverfahren für den Subscapularismuskel, z.B. hinsichtlich Rissen ( Lift Off Test, Napoleon Zeichen, Bear Hug Test, Belly Press Test )

Subluxation: Teilausrenkung ( der Schulter ) oder auch Beinaheausrenkung genannt. Näheres hier.

Subluxationsstellung: Siehe -> "Subluxation"

Subscapularis: vorderer Schultermuskel. Er ist einer der grössten Schultermuskeln und kann isoliert traumatisch öfter reissen oder in Kombination mit anderen Rissen von Sehnen an der Schulter betroffen sein.

Subscapularissehnenverlängerungsplastik: operative Verlängerung einer ausgedünnten und verkürzten Sehne vom Subscapularismuskel. Das ist meistens nach Toroperationen an der Schulter notwendig.

subtotale Rotatorenmanschettenruptur: Teilriss der Rotatorenmanschette.

subtotale Ruptur: nicht ganz vollständiger Riss, z.B. der Rotatorenmanschette.

Subtotalruptur: nahezu vollständider Riss, z.B. der Rotatorenmanschette an der Schulter.

Sulcus: Knöcherne Rinne am Oberarmkopf. Siehe -> "Sulcus bicipitalis".

Sulcus bicipitalis: Knöcherne Gleitrinne der langen Bizepssehne vorne am Oberarmkopf.

Sulcus biciptis: Bicepsrinne am Oberarmkopf durch welche die lange Bizepssehne verläuft.

Sulcus bizipitalis: Siehe : "Sulcus bicipitalis"

Sulcus bizipitis: siehe -> "Sulcus bicipitalis".

Sulcus deltoideopectoralis: Weichteilrinne vorne an der Schulter zwischen dem Deltamuskel und dem Brustmuskel. Er ist eine Orientierungshilfe / Landmarke beim vorderen offenen Standardzugang zur Schulter.

Sulcus intertubercularis: Knöcherne Gleitrinne der langen Bizepssehne, vorne am Oberarmkopf gelegen. Siehe auch -> Sulcus bizipitalis.

Sulcusverlauf: im Verlauf der knöchernen Rinne ( Führungsschiene ) der langen Bizepssehne.

Sulcuszeichen: Typischer Untersuchungsbefund, den man bei einer multidirektionalen Schulterinstabilität findet. Unter dem Längszug am betroffenen Arm entsteht vorne, oben, an der Schulter eine Einziehung, weil der Oberarmkopf nach aus der Schulterpfanne heraustritt.

Sulkuszeichen: Siehe: " Sulcuszeichen ".

Sulkus bizipitalis: knöcherne Gleitrinne zur Führung der langen Bizepssehne an der Vorderseite des Oberarmkopfes.

Super-REVO-Fadenanker: Nahtsystem für den arthroskopischen Verschluss von Defekten / Rissen in der Rotatorenmanschette.

Supraspinatus: Vorderer oberer Muskel der Rotatorenmanschette. Wichtigster Muskel mit Hinblick auf krankhafte Veränderungen. Siehe auch "Rotatorenmanschette".

Supraspinatusabriss: Riss der Sehne des Supraspinatusmuskels oder auch Rotatorenmanschettenriss.

Supraspinatusatrophie: Verschmächtigung des Supraspinatusmuskels bei einem länger bestehenden Riss der Rotatorenmanschette.

Supraspinatusdebridement: Glättung eines Teilrisses an der Ober- oder Unterfläche der Supraspinatussehne an der Schulter.

Supraspinatusdegeneration: Verschleiss an der Sehne des Supraspinatusmuskels, welcher zu einem Riss in der Sehnen ( einem sog. Rotatorenmanschettenriss ) führen kann.

Supraspinatusimpingement: Einklemmung der Sehne vom Supraspinatusmuskel im Tunnel unter dem Schulterdach.

Supraspinatusregion: Region des oberen Schultergrätenmuskels, welcher z.B. von einem Impingement oder Sehnenriss betroffen sein kann.

Supraspinatusretaktion. Zurückgezogener Supraspinatusmuskel /-sehne bei einem Rotatorenmanschettenriss.

Supraspinatusruptur: Sehnen des Supraspinatusmuskels, eines Teiles der Rotatorenmanschette.

Supraspinatussehne: Sehne des oberer Schultergrätenmuskels. Der wichtigsten Sehne der Rotatorenmanschette der Schulter. Weiteres zu den Muskeln und Sehnen der Schulter erfahren sie hier.

Supraspinatussehnendebridement: arthroskopische Glättung einer Auffaserung / Teilrisses der Supraspinatussehne.

Supraspinatussehneninsertion: Ansatzzone des oberen Schultergrätenmuskels ( Supraspinatus ) am knöchernen Oberarmkopf.

Supraspinatussehnennaht: Naht eines Defektes / Risses in der Supraspinatussehne - Rotatorenmanschettennaht genannt.

Supraspinatussehnenpartialruptur: Teilriss in der Sehne des Supraspinatusmuskels, meistens beim Impingement der Schulter, weil die Sehne im Tunnel unter dem Schulterdach gequetscht wird.

Supraspinatusehnenrekonstruktion: operatives Wiederherstellen eines Teil- oder kompletten Risses an der Supraspinatussehne der Schulter - arthroskopisch - durch´s Schlüsselloch - oder durch eine offene Operation.

Supraspinatusehnenruptur: Riss in der Sehne der Supraspinatussehne - auch Rotatorenmanschettenriss genannt.

Supraspinatussehnensyndrom: Siehe " Rotatorenmanschettenriss "

Supraspinatussehnenverlauf: Verlauf der Sehne und Muskel des oberen Schultergrätenmuskels.

Supraspinatustendinose: Sehnenreizzustand an der Sehne des Supraspinatusmuskels, z.B. beim Impingementsyndrom.

Supraspinatustest: Klinische Untersuchungsverfahren zum Nachweis einer Beteiligung des Supraspinatusmuskels bzw. von dessen Sehne, z.B. bei Rissen der Rotatorenmanschette oder dem subakromialen Impingement.

Suture Bridge: Arthroskopische Nahttechnik zum Verschluss von Rotatorenmanschettenrissen.

synoviale Chondromatose: Veränderung der Gelenkschleimhaut, welche zur Bildung zahlreicher freier Gelenkkörper und einer Entzündung der Gelenkschleimhaut an der Schulter führt. Daraus resultiert ein Verschleiss der Schulter und u.U. eine bösartige Entartung. Weiteres können Sie hier lesen.

Synovia: Gelenkschleimhaut. Sie liegt innen an der Schulterkapsel und produziert die Gelenkflüssigkeit.

Synovialchondrom: siehe Synovialchondromatose.

Synovialchondromatose: siehe Chondromatose.

Synovialitis: siehe -> Synovitis.

Synovialitis humeroglenoidalis: Entzündung der Gelenkschleimhaut in der Schulter.

Synovitis: Entzündung der Gelenkschleimhaut eines Gelenkes, z.B. an der Schulter, Knie, o.ä..



T:


TAS: Abkürzung des Begriffes "therapeutische Arthroskopie", z.B. als Schulterarthroskopie oder Kniearthroskopie.

T3-Transfer: Operationsverfahren zur Behandlung eines abstehenden SchulterDVDVSEblattes ( Scapula alata ) infolge eines Schadens am Accessoriusnerven. Bei dieser Operation werden 3 Muskeln, der Levator scapulae, Rhomboideus major und Rhomboideus minor am Schulterblatt nach oben außen versetzt.

Teilläsion: Teilschaden, z.B. an der Supraspinatussehne der Schulter.

Teilnekrose: siehe "Humeruskopfnekrose"

Teilresektion: teilweise Entfernung ( z.B. von Knochen am Schultereckgelenk - bei Verschleiss - oder einer entzündeten Gelenkschleimhaut )

Teilruptur: Teilriss, z.B. der Supraspinatussehne.

Teilrupturierung: Siehe -> "Teilriss"

Teilsynovektomie: Teilentfernung - meist arthroskopisch - der Gelenkschleimhaut, z.B. an der Schulter.

Tendinitis: Sehnenreizzustand ( z. B. am Supraspinatusmuskel oder der langen Bizepssehne )

Tendinitis calcarea: Siehe "Tendinosis calcarea"

Tendinitis kalkarea: Kalkablagerungen an der Schulter.

Tendinopathie: Siehe -> " Tendopathie "

Tendinose: Siehe -> " Tendopathie "

Tendinosis calcarea: Darunter versteht man Kalkdepots im Bereich der Schulter. Es handelt sich um eine eigenständige Erkrankung. Eine andere Bezeichnung sind die Begriffe: PHS cacificans, Tendinitis calcarea. Die Ursachen für die Entstehung solcher Kalkdepots sind bis heute nicht vollständig geklärt.

Tendopathie: Erkrankung einer Sehne, z.B. der Supraspinatus- oder Bizepssehne an der Schulter.

Tenodese: Sehnenbefestigung ( z.B. der langen Bizepssehne )

tendinär: "die Sehne betreffend", z. B. die Supraspinatussehne oder Bizepssehne an der Schulter.

Tenotomie: Sehnendurchtrennung

Teres minor: hinterer Muskel der Rotatorenmanschette. Siehe auch "Rotatorenmanschette"

TESA Schraube: Implantat zur operativen Fixierung der Bizepssehne in der Schulter.

TESS: Abkürzung für: "Total evolutive shoulder system". Modulares Schulterprothesensystem, welches man z.B. beim Schulterverschleiss oder Nekrosen des Oberarmkopfes einsetzt.

Theraband: gummiähnlich Übungsbänder, unterschiedlicher Stärke, welche in der Physiotherapie / Krankengymnastik der Schulter und bei Eigenübungen zum Muskelaufbau benutzt werden.

therapieresistent: Kein Ansprechen auf bisherige Behandlungsmethoden.

Thoraxarmabduktionsschiene: Armschiene mit Fixierung am Brustkorb, welche nach Nähten von Sehnenrissen an der Schulter ( sog. Rotatorenmanschettenrissen ) verwandt wird.

Tight Rope: Operative Befestigungssystem zur Stabilisierung von Schultereckgelenksprengungen, es wird endoskopisch oder minimal-invasiv eingesetzt.

TLA: Abkürzung für "therapeutische Lokalanästhesie". Nichtoperatives Behandlungsverfahren an der Schulter zur Beseitigung von Schmerzen, bei dem vorwiegend örtliche Betäubungsmittel ( Lokalanästhetika ) angewandt werden, um Schmerzen an der Schulter zu beseitigen.

T. majus: Siehe -> "Tuberkulum majus"

T. minus: Siehe -> "Tuberkulum minus"

Tossy Klassfikation: Klassifikation für Sprengungen des Schultereckgelenkes. Siehe auch: AC Gelenk

Totalarthroplastik: künstliches Schultergelenk, welches aus einem künstlichen Oberarmkopf mit Schaft auf der einen Seite und auf der Gegenseite aus einer künstliches Schulterpfanne besteht. D.h. beide Gelenkanteile sind künstlich ersetzt- im Gegensatz zur sog. Hemiarthroplastik ( s.o.) bei der nur ein Gelenkanteil künstlich ersetzt wird. Siehe auch Total Shoulder.

Total Shoulder: Siehe Totalarthroplastik.

transarthroskopisch: Operative Technik bei der mittels Gelenkspiegelung über kleine Schnitte behandelt wird. Es findet z.B. Anwendung zur Entfernung freier Gelenkkörper oder zur Stabilisierung der Schulter.

transmurale Ruptur: vollständiger Riss durch die komplette Sehnen der Rotatorenmanschette hindurch.

transmurale Teilläsion: nicht vollständiger, d.h. Teilriss, z.B. der Supraspinatussehne an der Schulter.

transossär: Bedeutet -> "durch den Knochen". Siehe auch -> transossäre Naht.

Transossäre Naht: Fixieren einer Sehne, z.B. der Sehne des Supraspinatusmuskels, an der Schulter - bei Rotatorenmanschettenrissen, und zwar mittels Nähten deren Enden durch den Knochen des Oberarmkopfes geführt werden.

Traumaserie: mehrere Röntgenspezialaufnahmen ( -serie ), welche zur Abklärung von Verletzungen an der Schulter dienen.

Traumatische Schulterinstabilität: Schulterinstabilität, welche durch eine Verletzung / Sturz / Unfall zustandekommt.

Traumatische Schulterluxation: Ausrenkung der Schulter. Der Oberarmkopf kugelt infolge eines Unfalls aus.

Triceps brachii: Oberarmstreckmuskel.

Triggerpunkt: Konzept aus der Neuraltherapie. Punkte am menschlichen Körper, welche als besonders empfindlich, schmerzhaft und als Therapiepunkte für Spritzen und Akupressur einsetzbar sind.

Trillat Operation: Offenes Operationsverfahren zur Schulterstabilisierung bei Schulterausrenkungen. Es wird ein Knochenblock vom Coracoid ( Rabenschnabelfortsatz des Schulterblattes ) an den vorderen Schulterpfannenrand versetzt.

Tripod Fixation: OP Stabilisierungstechnik für Sprengungen des Schultereckgelenkes.

T-Shift: Operationsverfahren zur Raffung der Schulterkapsel bei multidirektionalen Schulterinstabilitäten.

tuberkulares Insertionssegment: Ansatzzone der Sehnen der Rotatorenmanschette am grossen Rollhügel.

Tuberkuloplastik: operative, fast immer arthroskopische, Modellierung des grossen Rollhügels ( Tuberkulum majus ) an der Schulter / dem Oberarmkopf, z.B. wenn das Tuberkulum hervorsteht und zur Einklemmung beiträgt.

Tuberkulum majus: Grosser knöcherner Rollhügel am Oberarmkopf, wo u.a. die Sehne des Supraspinatusmuskels ansetzt.

Tuberkulum majus Fraktur: Knochenbruch des grossen Rollhügels am Oberarmkopf, meist entstanden nach einem Sturz auf die Schulter.

Tuberkulum majus humeri: siehe -> Tuberkulum majus

Tuberkulum-majus-Sporn: spornförmige Ausziehung des grossen Rollhügels am Oberarmkopf.

Tub. minus: Abkürzung für "Tuberkulum minus". Siehe dort.

Tuberkulum minus: Kleiner knöcherner Rollhügel des Oberarmkopfes, wo die Sehne des Subscapularismuskels ansetzt.

Tuberkulum supraglenoidale: Knöcherne Ansatzzone der langen Bizepssehne am oberen Schulterpfannenrand.

TUBS Läsion: Englischsprachige Abkürzung für: "traumatic, unilateral, Bankart lesion, surgery". Der klassische Schaden wie er bei mindestens 95% der Schulterausrenkungen entsteht.

Tycron Faden: Nahtfaden zum operativen Verschluss von Defekten in der Rotatorenmanschette.



U:


Ultraschalluntersuchung: Siehe: " Sonographie "

unterer Recessus: Untere Aussackung der Schultergelenkkapsel zur Achselhöhle hin.

Upshift: Offenes oder arthroskopisches Operationsverfahren bei der die Schultergelenkkapsel wegen einer Schulterinstabilität gerafft wird.



V:


Vaporisator: Arthroskopisches OP Instrument zum Abtragen von Gewebe an der Schulter, z.B. unter dem Schulterdach bei der sog. Akromioplastik.

Vario-Abdukt Schulter-Armschlinge: Lagerungsschiene für den operierten Arm / die operierte Schulter, z.B. nach Rekonstruktion von Defekten der Rotatorenmanschette.

Velpeau Phänomen: Hochstand des Oberarmkopfes auf dem Röntgenbild ( infolge eines sehr grossen Risses der Rotatorenmanschette )

Vena cephalica: Blutader ( Vene ) an der Vorderseite der Schulter.

ventral: Bedeutet "vorne". Von ventralen Schulterinstabilitäten spricht man, wenn man Ausrenkungen der Schulter oder Teilausrenkungen des Schultergelenkes in die Richtung nach vorne meint. Siehe auch: anterior.

ventrale Kapselplastik: Raffung der vorderen Schultergelenkkapsel bei multidirektionalen Schulterinstabilitäten.

ventrales Labrum: Vordere Knorpellippe am Schulterpfannenrand. Sie reist bei Auskugelungen der Schulter oft als sog. Bankart Läsion ab.

ventroapical: vorne oben gelegen, z.B. die Knorpellippe, d.h. das Labrum

ventrokaudale Akromionanteile: vorderes unteres Schulterdach, wesentlich beim sog. Impingement.

ventrolateral: vorderaussenseitig

ventromedial: vorderinnenseitig

vordere Instabilität: Schulterinstabilität bei der der Oberarmkopf in Teilen nach vorne ausrenkt. Weiteres dazu lesen Sie hier.

vorderer Kapselrezessus: vordere Schulterkapseltasche

VU = Voruntersuchung



W:
Walch Läsion: Auffaserung an der Unterfäche der Supraspinatussehne als Folge einer Einklemmung dieser Sehne zwischen Oberarmkopf und hinterem oberen Schulterpfannenrand bei der Werferschulter.

Whipple Test: Klinischer Untersuchungstest zur Diagnose von Rotatorenmanschettenrissen.

Winnie Block: örtliche Betäubung des Nervengeflechtes an Schulter und Armes zwecks Operation oder z.B. Behandlung einer Schultersteife.

Winnie Katheter: Schmerzkatheter, welcher am Hals gelegt wird und über welchen ein örtliches Betäubungsmittel zur Schmerzbekämpfung nach Schulteroperationen, verabreicht wird.



Y:
Yearguson Test: Klinischer Untersuchungstest an der Schulter, um Erkrankungen der Bizepssehne festzustellen.

Yokum Test: Klinischer Untersuchungstest zur Feststellung von Rissen in der Rotatorenmanschette.


Orthopädie, Schultersprechstunde, Klinikum Dortmund ( Mitte ), Beurhausstrasse 40,
D-44137 Dortmund, 0231-953-21851