So können Sie sich bei Schulterschmerzen selbst helfen

Ein Service der Schultersprechstunde - Orthopädie, Klinikum Dortmund gGmbH



Selbsthilfe bei Schulterpoblemen



Schulterschmerzen, Selbsthilfe


Was Sie wissen sollten - Tips aus der Praxis, wie Ihre Schulter gesund bleibt

Das - mit Abstand - häufigste Problem an der Schulter sind Schmerzen. Dabei ist zu unterscheiden, ob den Schmerzen ein Unfall / Sturz vorausgegangen ist oder, ob die Schulterschmerzen spontan eingesetzt haben.

Unfall / Sturz / Trauma:
Das allerbeste ist natürlich die Vorbeugung ( Prophylaxe ). Egal, welchen Sport Sie ausüben: Training und Technik sind das A und O. Langjähriges Training ist für den Muskelaufbau und Erhalt wichtig und exakte technische Ausführungen schützen vor Überlastungsproblemen an der Schulter. Das gilt besonders, wenn Sie infolge eines längeren Urlaubes oder Krankheit zwangspausiert haben. Wenn Sie dann wieder starten: Lassen Sie es langsam angehen. Noch ein Wort: Je älter Sie werden desto eher treten Gewebeschwächen und infolgedessen Anpassungs- / Überlastungsprobleme auf. Ehrgeiziger aber altersangepasster Sport ist angesagt.
Dehnübungen vor dem Sport wurden Generationen von Schülern eingetrichtert. Bewiesen ist das nicht. Klare belastbare Nachweise, daß ein Dehnen vor dem Sport verletzungsmindernd ist.
Bei bestimmten Sportarten sind Protektoren angesagt ( Skateboard, Reiten, Motorradfahren, et cetera ). Deren schützende Wirkung ist gut nachgewiesen.
Eine gesunde Ernährung hält im Sport und Alltag fit ( meistens fleischarm, aber nicht fleischlos ). Direkt auf die Schulter hat ein solchen Ernährungsverhalten im Allgemeinen fraglich eine Wirkung. Alkoholika und Rauchen sind gut nachgewiesen recht gesundheitsschädlich. Wenn auch sowohl Alkohol als auch das Rauchen Ihre Schulter nicht direkt gesundheitlich schädigen, ist das dennoch kein Freibrief dem zu frönen. Schließlich wollen Sie es womöglich sportlich doch drauf haben.

Kommt es dennoch zu Schulterschmerzen beim Sport sind es oft Überlastungsprobleme. Eine Sportpause ist sinnvoll. Da0ß man sich in solchen Situationen ansonsten mit dem Schleppen schwererer Gewichte ( Wasserkiste, Putzeimer, um. ) zurückhält, sollte selbstverständlich sein. Man gießt ja schliesslich auch kein Öl ins Feuer.
Weiterhin kann man Wärme oder Kälte anwenden, und zwar in Form einer Wärmflasche, Körnerkissen, entsprechenden Wärmepflastern aus der Apotheke oder Drogeriemarkt. Kälte lässt sich in Form von Eisbeuteln, käuflich erwerbbaren Kältepackungen um. anwenden. Aber: nicht direkt auf die Haut, weil unter Umständen Hautschäden / Verbrennungen auftreten können. Was die Kälte angeht, sind ist es durchaus hilfreich Klimaeinflüsse, wie Nässe und Zugluft, zu vermeiden.
Wenn Sie partout selbst angehen wollen, besteht die Möglichkeit sich rezeptfreie Entzündungshemmer oder Schmerzmittel in der Apotheke zu beschaffen. Ein Wermutstropfen: Es kann sein, daß solche rezeptfreien Medikamente nicht immer helfen, weil deren Wirkstoffgehalt eingeschränkt ist.
Allgemein gilt: Helfen diese Maßnahmen nicht. Bestehen heftige Schmerzen, eine ausgeprägte Gebrauchseinschränkung oder Nachtschmerzen, ist der Arzt angesagt. Seien Sie dann vernünftig und ziehen den Doktor Ihres Vertrauens hinzu ( z.B. Hausarzt, Orthopäde / Unfallchirurg, Chirurg ).
Wenn man Ihnen dann z.B. Schulterübungen empfiehlt, ist es angesagt diese konsequent durchzuführen - auch wenn sie noch so langweilig sein mögen oder Sie zu den Gestressten gehören, die überhaupt keine Zeit haben ( weil alles andere wichtige zu sein scheint ;-) ).
Haben die Übungen für Ihre Schulter - und das Übrige - ihre Wirkung getan, ist es wichtig die Übungen auch nach Erreichen der Beschwerdebefreiung weiter durchzuziehen. Wann Sie am besten aufhören, stimmen Sie abmelden mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten ab.


Bei der Arbeit:
Eine aufrechte Körperhaltung entlastet die Schultern. Sie hebt das knöcherne Schulterdach und beseitigt derart u. U. den Druck auf die Sehnen der Schulter. Das fängt mit der Sitzhaltung im Auto auf dem Weg zur Arbeitsstelle an und setzt sich über die verwendete Tasche fort. Taschen können einseitig herunterziehen, ggf. den Oberkörper nach vorne ziehen. All das ist für eine gereizte schmerzende Schulter nicht gut. Zuviel Gewicht auf der empfindlichen Schulter über eine schwere Tasche verstärkt logischerweise meist die Probleme.

An der Arbeitsstelle angekommen kann die Computermaus ggf. zum Problem werden. Die einseitige stundenlange Zwangshaltung am Rechner kann die Schulterschmerzen verstärken. Alternativen, wie ein Arbeiten an einem Stehpult, andere Eingabegeräte als die Maus ( Touch pad, um. ) sind in Erwägung zu ziehen. Alleine gilt auch: Bei Schulterschmerzen kann alles, was in und über Schulterhöhe stattfindet zum Problem werden. Eine solcher Bereiche, soweit natürlich überhaupt möglich, ist günstig.
Denken Sie auch einmal über Ihren Arbeitsstuhl nach. Passt die Sitzhöhe ? Ist er vielleicht zu hoch eingestellt, so daß Sie genötigt sind mit nach vorne gebeugtem Oberkörper ( schulterbelastend ) zu arbeiten ? Hat Ihr Arbeitsstuhl eine Nackenstütze ? Hat er Armlehnen ? Wie ist die Rückenlehne eingestellt ?
Wie ist mit einer ausserplanmäßigen Pause zur Durchführung von Lockerungsübungen, welche man sich vom Physiotherapeuten / -in / Arzt hat erklären lassen.

Denken Sie daran, die eine alleshelfende Massnahme gibt es nicht. Das Kombinieren der zuvorgenannten verschiedenen Tips ist angesagt. Vergessen Sie rechtzeitig Ihren Arzt hinzuziehen und eine Gute Besserung :-)



Orthopädie, Schultersprechstunde, Klinikum Dortmund ( Mitte ), Beurhausstrasse 40,
D-44137 Dortmund, 0231-953-21851