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Ein Service der Schultersprechstunde - Orthopädie, Klinikum Dortmund gGmbH



Die Bankart Läsion



von: Dr. med. Roland Sistermann


Unter einer Bankart Läsion versteht man einen Schaden am Rand der Schulterpfanne ( sog. Glenoid ). Dieser Schaden betrifft meistens die Knorpellippe ( sog. Labrum glenoidale oder Limbus glenoidalis ). Es kann aber auch ein Teil der knöchernen Schulterpfanne abbrechen. Das nennt man dann eine "knöcherne Bankart Läsion ".
Weil der - im Verhältnis zur kleinen Schulterpfanne relativ große Oberarmkopf - im Moment der Ausrenkung tangential an der Schulterpfannen vorbeischlägt, nimmt er auf diesem Weg die Knorpellippe oder knöcheren Schulterpfannen mit. So entstehen diese Schäden.

Weil die meisten Schultern nach vorne ausrenken, gibt es die vordere Bankart-Läsion recht oft - nach solchen Schulterausrenkungen ( sog. Schulterluxationen ).
Schultern, welche nach hinten auskugeln, weisen entsprechend eine hintere Bankart Läsion auf.

Ein Teil dieser Bankart-Läsionen führt zu einer Instabilität und ein Teil hat keine Instabilität zur Folge. In etwa gilt gilt folgende Faustregel: Je jünger ein Betroffener ist und, wenn eine größere Bankart-Läsion vorliegt, wird operiert - und umgekehrt. Das sind Einzelfallentscheidungen, welche mit dem Arzt Ihres Vertrauens abzustimmen sind.

Die klassische Methode, um eine Bankart-Läsion festzustellen, ist die Kernspintomographie.

Normale Bankart Läsionen, welche nur die Knorpellippe betreffen, werden meistens arthroskopisch ( also durch´s Schlüsselloch ) genäht. Knöcherne Bankart Läsion werden meistens offen verschraubt.


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